(© Fabian Hennig )

Beschlossene Sache: Eppendorfer Weg wird zur Tempo-30-Zone

Lange hatte sich der Bezirk dafür eingesetzt, dass Tempo 30 im Eppendorfer Weg eingeführt wird. Nun hat die Innenbehörde reagiert und die Geschwindigkeitsbegrenzung beschlossen.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Anträge zum Thema Tempo 30 im Eppendorfer Weg. Zudem wurden die Innenbehörde sowie die Polizeidirektion wegen ihrer Haltung von der Bezirkspolitik vielfach kritisiert. Vor allem der tödliche Verkehrsunfall Anfang Mai, bei dem eine Radfahrerin ums Leben kam, hatte die Diskussion noch einmal verstärkt. Jetzt hat die Innenbehörde reagiert und Tempo 30 für den gesamten Eppendorfer Weg angeordnet. In Abstimmung mit der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), der Polizei und dem Bezirksamt muss das Vorhaben nun umgesetzt werden.

Kein 30er-Flickenteppich im Eppendorfer Weg

"Das ist ein wichtiger Schritt für ein Mehr an Verkehrssicherheit und Lebensqualität", freut sich Innensenator Andy Grote. Man hätte die rechtlichen Instrumente so kombinieren können, dass im Ergebnis auf dem gesamten Eppendorfer Weg Tempo 30 angeordnet werden kann, so Grote.

Die Anordnung erfolgt im Bezirk Eimsbüttel (Eimsbütteler Chaussee bis Hoheluftchaussee) aufgrund der dort gelegenen insgesamt 9 Kitas, teilt die Innenbehörde mit. Ab Hoheluftchaussee plant das Bezirksamt Nord für den Eppendorfer Weg den Umbau und die Einbeziehung in eine Tempo 30 Zone. Die Umbaumaßnahmen auf dem Eppendorfer Weg im Bezirk Nord liefen bereits.

Schrittweise Einführung?

Die Geschwindigkeitsreduzierung wird nun Schritt für Schritt eingeführt werden, so die Innenbehörde. Wegen der Kitas auf dem Eppendorfer Weg wird Tempo 30 vor diesen "kurzfristig" erlassen. Die restliche Strecke soll dann folgen. Weil parallel eine Hauptverkehrsstraße (B5/Ring 2) verläuft, sei Tempo 30 auch kein Problem für den Verkehrsfluss, teilt die Innenbehörde mit.

Wann genau das gesamte Vorhaben abgeschlossen sein wird, ist noch offen. "Tempo 30 im Eppendorfer Weg hat für uns oberste Priorität und es gibt eine zeitlich nahe Abstimmung unter den beteiligten Behörden", sagt der Pressesprecher vom Bezirksamt Eimsbüttel. Trotzdem würde es aufgrund praktischer Gründe noch etwas dauern.

Geschwindigkeitskontrolle erforderlich

Dass auf dem Eppendorfer Weg bald langsamer gefahren wird, stimmt die verschiedenen Eimsbütteler Fraktionen glücklich. Fabian Klabunde (Grüne) dazu: "Wir freuen uns, dass nun das umgesetzt wird, was wir so lange gefordert haben." Man hätte sich dafür an zahlreichen Anwohnerinitiativen beteiligt und immer wieder Anträge in der Bezirks­versammlung eingebracht. Die Linke freut sich über die Entscheidung der Innenbehörde. "Es war ein langer und unbequemer Kampf für das eigentlich Selbstverständliche", so Peter Gutzeit.

Die SPD Eimsbüttel begrüßt die Anordnung, den gesamten Eppendorfer Weg zur Tempo-30-Strecke zu machen. "Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Verkehrssicherheit und eine tolle Nachricht für die Menschen, die dort zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sind", so Moritz Altner (SPD). Man hoffe jetzt nur, dass die Einhaltung nun auch entsprechend kontrolliert wird.

Auch in Altona wird für Tempo 30 gekämpft

Doch nicht nur im Eppendorfer Weg kämpfen Anwohner für Tempo 30. Auch in der Harkortstraße in Altona sorgte zuletzt das Diesel-Fahrverbot dafür, dass die kleine Straße immer mehr zur Ausweichmöglichkeit für Auto- und LKW-Fahrer wurde. Am 26. Juni errichteten Anwohner dort eine Barrikade. Sie fordern für ihre Nachbarschaft sichere Überquerungen und Tempo 30, bevor es zu schrecklichen Unfällen kommt.

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