(© Niklas Schenck )

Berührend und brutal: Doku "True Warriors" im Lichtmess Kino

In der Dokumentation "True Warriors" berichten Künstler aus Kabul, wie sie ein Selbstmordattentat im Zuschauerraum während ihrer Theateraufführung erlebt haben und welche Spuren der Anschlag hinterlassen hat.

Nachrichten über Terroranschläge verpuffen mittlerweile schnell in ihrer Wirkung. Was hingegen nicht vergeht, sind der Schmerz und das Trauma der Betroffenen und Angehörigen. Wie sich so ein Angriff auf die Menschen auswirkt, die das Glück hatten zu überleben, dokumentiert der Film "True Warriors", der am Donnerstag, dem 22. Februar, im Lichtmess Kino läuft.

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2014 sprengte sich in Kabul ein 17-jähriger Selbstmordattentäter in einem Theatersaal in die Luft. Während der Premiere der afghanischen Theatertruppe Azdar, die mit ihrem Stück über Selbstmordanschläge ein Zeichen gegen den Terror setzen wollte. Danach sind die Schauspieler und Musiker gelähmt vor Angst und nicht mehr in der Lage ihren Beruf auszuüben. Erst als ein weiterer Schock sie trifft, lösen sie sich aus ihrer Ohnmacht und sprechen öffentlich darüber, was dort und mit ihnen passiert ist.

Das, was in den Nachrichten meist verborgen bleibt, zeigt die Doku auf berührende Weise, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt: "Nach dem Abspann war die Anspannung im Publikum deutlich spürbar. Es dauerte etwas, bis die Zuschauer sich dem Bann des Dokumentarfilms entziehen konnten, der zu berühren weiß, ohne zu dramatisieren und der schonungslos die Brutalität des Alltags in Kabul aufzeigt."

Der Film ist eine Deutsch-Afghanische Produktion aus dem Jahre 2016 und läuft im Originalton mit Untertiteln.

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