(© Unsplash / Fleur )

Beatlemania: Fünf spannende Fakten über die Beatles in Hamburg

Der Beatles-Platz in Hamburg, der Indra Club, das ehemalige Bambi Kino – die Beatles und Hamburg sind eng miteinander verwoben, hier startete die britische Kultband Anfang der 60er ihre Karriere. Wir verraten euch fünf überraschende Fakten über die Beatles in Hamburg, die ihr vielleicht trotzdem noch nicht kanntet.

1. Der Friseur der Beatles in Hamburg: Salon Harry

Der Beatles-Platz in Hamburg, der Star-Club, Kaiserkeller, Indra – die Beatles haben in Hamburg so einige Spuren hinterlassen. Jeder Fan, der etwas von sich hält, weiß außerdem: Unsere Stadt hat die Band nicht nur musikalisch geformt. Die Beatles haben Hamburg auch ihre legendären Pilzköpfe zu verdanken! Die Hamburger Fotografen Astrid Kirchherr und Jürgen Vollmer werden häufig als Schöpfer der berühmten Frisuren genannt, letzterer schnitt den Briten die Haare in seinem Wohnzimmer. Damit ist die Geschichte der Pilzköpfe aber noch nicht zu Ende: Star-Club-Besitzer Horst Fascher war der Schnitt zu schief. Im Salon Harry in der Davidstraße wurde den Beatles der Haarschnitt daraufhin zurecht gestutzt. Inzwischen hat zwar der Besitzer gewechselt, im Keller des Salons schlummert dafür aber noch ein echter Schatz: Der von Horst Fascher signierte Stuhl, auf dem die Beatles damals Platz nahmen.

Infos: Salon Harry, Davidstraße 23, 20359 Hamburg; Di–Sa 9 bis 18.30 Uhr

2. Der fünfte Beatle: Warum Stu in Hamburg blieb

John, Paul, Ringo und George sind bekannt als die vier Mitglieder der Beatles. Was einige nicht wissen: Zwischen 1960 und 1962, als die Beatles in Hamburg mehrwöchige Engagements in einigen Reeperbahn-Clubs hatten, zählte die Band noch fünf Mitglieder. Zu dieser Zeit war Ringo Starr noch Drummer für die Band "Rory Storm & the Hurricanes" und ersetzte den ehemaligen Schlagzeuger Pete Best erst 1962. Außerdem Mitglied der Beatles in Hamburg war Bassist Stuart Sutcliffe. Er verlobte sich 1960 mit Astrid Kirchherr – besagter Schöpferin der Pilzfrisur – und verließ die Band, um an der Hochschule für bildende Künste zu studieren. Im April 1962 verstarb Stuart an einem Aneurisma. Eine kleine Hommage an den fünften Beatle ist auf dem Cover des Albums "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" zu sehen: Hier steht er ganz links, direkt hinter dem Künstler Aubrey Beardsley.

3. Davidwache: Diese Beatles saßen in Hamburg hinter Gittern

Ihre ersten Auftritte hatten die Beatles im Hamburger Indra Club. Als dieser allerdings wegen wiederholter Ruhestörung geschlossen wurde, verlegten die Beatles ihre abendlichen Konzerte in den Kaiserkeller, unweit des berühmten Beatles-Platz in Hamburg. Dieses Engagement wurde allerdings unfreiweillig erschwert, als George Harrisson Ende November 1960 zurück nach England abgeschoben wurde – er war zu diesem Zeitpunkt nämlich noch gar nicht volljährig. Die Beatles spielten zunächst ohne Harrisson weiter. Als Paul McCartney und Pete Best in ihrer Unterkunft im Bambi Kino angeblich ein Kondom anzündeten, zeigte sie Kino- und Kaiserkeller-Inhaber Bruno Koschmider wegen Brandstiftung an. Die beiden Beatles verbrachten die Nacht darauf hin in der Davidwache und wurden kurz darauf ebenfalls zurück nach Großbritannien geschippern. Der erste turbulente Aufenthalt der Beatles in Hamburg nahm damit sein Ende.

Infos: Davidwache, Spielbudenplatz 31, 20359 Hamburg

4. St. Joseph Kirche: Ärger mit dem Gesetz

Wer vom Beatles-Platz in Hamburg aus Richtung Norden, entlang der Großen Freiheit spaziert, der stößt bald auf ein etwas ungewöhnliches Etablissement für diese "sündige Meile": Eine Kirche. Für eingefleischte Beatles-Fans klingelt es bei dem Namen der St. Joseph Kirche vielleicht schon – während die Beatles 1962 im Hamburger Star Club gespielt haben, soll John Lennon angeblich von der Kanzlei des Gotteshauses gepinkelt haben. Das daraus resultierende Verfahren wegen kirchenschänderischen Verhaltens wurde erst 1965 eingestellt – angeblich einer der Gründe, warum die Beatles nach ihrem letzten Star-Club-Auftritt 1962 ganze vier Jahre nicht mehr in Hamburg auftauchten.

Infos: St. Joseph Kirche, Große Freiheit 43, 22767 Hamburg; Mo–Sa 12 bis 17 Uhr

5. Das Wohnzimmer der Beatles in Hamburg: Gretel & Alfons

Während viele der berühmten Aufenthaltsorte der Beatles in Hamburg bereits schließen mussten, hat das Lokal "Gretel & Alfons" auch nach all den Jahren noch zuverlässig an sieben Tagen der Woche geöffnet. Hier haben sich die Briten gerne mit Snacks und Getränken versorgt, Paul McCartney wohnte hier 1962 sogar für eine Weile. Weil die damals noch junge Band mit ihren Auftritten in den Clubs der Reeperbahn nicht gerade reich geworden ist, sammelte sich bei Gretel & Alfons einige Schulden an. Diese soll Paul McCartney, so die Legende, bei einem Besuch 1989 ganz brav wieder abbezahlt haben – sogar mit Zins und Zinseszins.

Infos: Gretel & Alfons, Große Freiheit 29, 22767 Hamburg; Mo–Sa 18 bis 6 Uhr, So 20 bis 6 Uhr

Auf den Spuren der Beatles in Hamburg

Klar, die wichtigsten Hotspots auf und um die Reeperbahn können sich Beatles-Fans auch kostengünstig ganz einfach selbstständig erlaufen. Viel mehr Spaß macht aber die musikalische Beatles-Tour mit Stefanie Hempel, bei der ihr zwischendurch die größten Hits der Kultband schmettern könnt. Die Stars und Sternchen des aktuellen Jahrhunderts sind eher euer Ding? In diesen Stadtteilen wohnen die Hamburger Promis.

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