Seit 2016 wird am neuen Quartier gebaut. (© Mirjam Rüscher )

Baustellen-Besuch: Neue Mitte Altona wächst rasant

Die Neue Mitte Altona ist noch eine riesige Baustelle. Doch die ersten Bewohner sind bereits eingezogen. Das Quartier wächst. Wir haben uns auf Hamburgs zweitgrößtem Bauprojekt umgeschaut.

Ein Bagger fährt vorbei. Ein Metallträger schwingt an einem Kran. Das Kreischen einer Säge ist zu hören. Während auf einem Grundstück die Tiefbauarbeiten noch in vollem Gange sind, steht daneben schon der Rohbau. Auf der anderen Straßenseite, hinter dem Absperrgitter, hält unterdessen ein Möbelwagen im Innenhof eines Gebäudes. Der Garten ist bereits angelegt, Spielgeräte stehen dort. In manchen Fenstern hängen schon die Gardinen und auf den Balkonen trocknet Wäsche. Es ist ein Bild der Gegensätze, das sich derzeit entlang der Harkortstraße zeigt. Hier wächst die Neue Mitte Altona.

Seit Beginn der Bauarbeiten 2016 kann man dem neuen Quartier beinahe täglich beim Wachsen zusehen. Die Gebäude sprießen in Rekordgeschwindigkeit aus dem Boden. 1.600 Wohneinheiten entstehen im ersten Bauabschnitt auf dem ehemaligen Gelände der Bahn. Etwa 450 davon sind bereits bezogen oder bezugsfertig. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) geht davon aus, dass ungefähr 900 Menschen in diesen Tagen im neuen Quartier bereits zu Hause sind.

Vor der Tür wird noch gebuddelt, doch die ersten Mieter ziehen schon ein. (© Mirjam Rüscher )

24 Architekten haben die neuen Gebäude gestaltet. Innerhalb der Block-Struktur sind verschiedene Handschriften zu erkennen. Die Stadtteilschule, die hier entstehen soll, ist noch in Planung. Für die restlichen Grundstücke sind die Baugenehmigungen erteilt und auf fast allen wird auch bereits gebaut oder es steht schon das fertige Haus. Der Stadtteilpark, der in der Mitte des Areals entstehen soll, soll Ende 2019 fertig sein. Bis dahin ist nach Auskunft der BSW wohl auch die letzte Baulücke geschlossen.

Hamburgs zweitgrößtes Bauprojekt

Mit den ersten Bewohnern verschieben sich hier im neuen Quartier auch die Prioritäten. Bereits im November hat das Quartiersmanagement seine Arbeit aufgenommen. Die Mitarbeiter von Pro Quartier sollen in den kommenden sieben Jahren bei der Entwicklung des Stadtteils helfen, die Nachbarschaftsentwicklung fördern und die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes vorantreiben. Insbesondere Letzteres soll das Gesicht des Quartiers prägen: Es werden viele Fußgängerzonen eingerichtet, nirgendwo wird man schneller als Tempo 30 fahren dürfen. Außerdem entstehen zwei Carsharing-Stationen, zwei Stadtradstationen und an zwei Mobilitätsstationen wird es Räder und Anhänger zur Ausleihe sowie Beratungen zum Thema Mobilität geben.

Etwa 3.200 Bewohner wird das Quartier im Zuge des ersten Bauabschnitts bekommen. Doch auch wenn alle eingezogen sind, wird der Baulärm in den nächsten Jahren nicht verstummen. Gegenüber auf der anderen Seite der Harkortstraße sollen auf dem Gelände der Holstenbrauerei 1.300 Wohneinheiten entstehen und zwar laut Plan schon ab 2019, wenn die Brauerei umzieht. Und ab 2024 wartet der zweite Bauabschnitt mit weiteren 1.900 Wohneinheiten. Die Neue Mitte Altona wird das Viertel und seine Bewohner also noch eine ganze Weile beschäftigen.

So soll’s hier bald aussehen: die Mitte Altona. (© Rotzler Krebs Partner / nightnurse images zürich )

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