Atelier Tietchen / Casanova )

Barmbeks schönste Orte: Unterwegs mit Tätowierer Tobias Tietchen

Barmbek entwickelt sich derzeit zu einem der spannendsten Stadtteile Hamburgs. Der Tattoo-Künstler Tobias Tietchen hat uns seine Lieblingsplätze gezeigt und uns erzählt, was er sich für das Viertel wünscht. Teil eins unserer Mini-Serie.

Tobias Tietchen ist Kommunikationsdesigner und gefragter Tattoo-Künstler. Vor knapp drei Jahren eröffnete er sein eigenes Atelier nahe des Bahnhofs Barmbek und ist seitdem zum Viertel-Fan mutiert. Tatsächlich musste er sich schon oft dafür rechtfertigen, dass er ausgerechnet hier mit seinem Tattoostudio sitzt. "Viele glauben, dass ich für einen Laden wie meinen noch mehr Publicity bekommen würde, wenn er in der Schanze wäre. Mein Konzept basiert aber ja nicht auf Laufkundschaft, sondern auf Kunden, die Termine bei mir machen", erklärt Tobias. "Außerdem mag ich, dass bei mir nur Leute hereinkommen, die auch etwas von mir wollen und nicht einfach nur gucken und wieder gehen."

Tobias Tietchen mit seiner Verlobten Sarah-Ann Law vor seinem Tattoo-Studio. Jupiter Union / Jennifer Meyer )

Aus dem neuen Einkaufszentrum könnte sich viel entwickeln

Für den 29-Jährigen ist es zudem ein schönes Gefühl, von Anfang an dabei zu sein, wenn sich Barmbek zu einem noch interessanteren Stadtteil entwickelt. "Ich vergleiche die Veränderungen hier gerne mit der Großen Bergstraße in Altona, die – bevor IKEA dort eröffnet hat – ziemlich heruntergekommen war. Trotzdem hatten alle Angst vor dem bösen, großen IKEA. Aber eigentlich hat das Möbelhaus dem Stadtteil ziemlich gut getan", sagt er. "Ganz ähnlich ist es jetzt mit dem Bau des neuen Einkaufszentrums direkt am Bahnhof Barmbek. Natürlich kommen dort erstmal die uncharmanteren Ketten rein. Aber dadurch wird hier im Viertel auch mehr los sein. Daraus können sich wieder andere Dinge entwickeln."

Barmbek – das nächste große Ding

In Hamburg munkelt man schon lange, was nach der Schanze das nächste große Ding wird. Dass es, wie alle jahrelang sagten, Wilhelmsburg wird, bezweifelt Tobias Tietchen: "Ich glaube, in den Köpfen der Menschen, ist dieser 'Sprung' über die Elbe zu weit. Zudem sind die Orte, wo etwas Cooles passiert, nicht wirklich ideal angebunden." Hingegen gebe es wenige Viertel in Hamburg, die so ein Potenzial wie "Zentral-Barmbek" haben. Allein das große Areal rund um das Museum der Arbeit mit dem Bahnhof direkt davor: "Wo hat man in Hamburg solche charaktervollen Höfe? Besser geht es eigentlich gar nicht!"

"Das Areal rund um das "Museum der Arbeit" hat Charakter." Jupiter Union / Jennifer Meyer )

Absoluter Lieblingsort: Die Höfe des "Museums der Arbeit"

Kaum verwunderlich, dass dieser Ort zu einem der Lieblingsplätze des Tattoo-Künstlers gehört. Mit dem Museum der Arbeit und dem LüttLiv, vor allem aber mit dem Floh- und Wochenmarkt, die – laut Tobias Tietchen – zu den besten Hamburgs gehören, kann man den Ort praktisch nicht nicht mögen. "Für mich könnten diese Höfe noch viel häufiger als Veranstaltungsort für coole Events genutzt werden", so Tobias. Vielen anderen Barmbekern könnte das ebenfalls gefallen. Schließlich gebe es wahnsinnig viele coole, junge Menschen in diesem Stadtteil. Das merke man auch, wenn man sich in dem Teil des Flohmarkts umschaut, wo die Anwohner ihre Stände haben.

Ihr wollt noch mehr?

Was sich für den Tattoo-Künstler und Designer noch für den Stadtteil wünscht und wo sich bereits absolute Lieblingsorte verstecken, erfahrt ihr im zweiten Teil von "Unterwegs mit Tätowierer Tobias Tietchen". Seid gespannt!

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