Seit 2013 Geschäftsführerin des Avocadostores: Mimi Sewalski. (© Markus Puettmann )

"Avocadostore": Diese Hamburger machen die Welt ein bisschen grüner

Nachhaltig, fair und fürs gute Gewissen: Für die Macher hinter dem Hamburger Avocadostore kann es keinen besseren Zeitpunkt geben als genau jetzt. Schließlich schreit die Erde um Hilfe, bewusstes Einkaufen und Konsumieren schonen die Umwelt. Geschäftsführerin Mimi Sewalski über Eco Fashion, Green Lifestyle und den Klimawandel.

Am Anfang stand eine grüne Idee: Die Hamburger Philipp Gloeckler und Stephan Uhrenbacher wollten eine Plattform schaffen, auf der sie Anbieter nachhaltiger Produkte mit den Käufern vernetzen, denen die Welt am Herzen liegt und die darum immer nach einer grünen Alternativen zu konventionellen Produkten suchen.

Avocadostore für eine faire und grüne Welt

Das ist mittlerweile fast zehn Jahre her und der Avocadostore hat sich längst als größter Marktplatz für Fair Fashion und nachhaltige Accessoires etabliert. Wer hier kauft, weiß: Dieses Produkt ist wirklich nachhaltig. Um ins Sortiment aufgenommen zu werden, muss jedes Produkt mindestens eines der strengen Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Mit Avocadostore-Chefin Mimi Sewalski sprachen wir über das Engagement für eine nachhaltige, faire und grünere Welt.

Mimi, hat sich der Markt für nachhaltige Produkte in den vergangenen Jahren verändert?

"Da hat sich sehr viel getan. Als wir Avocadostore gegründet haben, gab es vor allem etablierte Pioniere wie Hess Natur und Deerberg. Aus dem Surf- oder Skaterbereich kamen junge Label, die vor allem Hoodies und Shirts anboten. Heute, fast 10 Jahre später, sind daraus professionelle Marken geworden, die auch in konventionellen Geschäften hängen. Aber auch im Non-Fashion-Bereich passiert viel: Immer mehr Start-ups mit einer grünen Geschäftsidee bieten Alternativen zu herkömmlichen Produkten. Eines meiner Lieblingsprodukte ist ein Faltbett aus Karton – eine praktische und umweltschonende Alternative zum Ikea-Bett."

Steht ihr mit dem Avocadostore als Anbieter nachhaltiger Produkte vor besonderen Herausforderungen?

"Bei einer umweltschonenden und fairen Produktion muss man immer mit geringeren Margen rechnen. In der Industrie bedeutet Nachhaltigkeit oft, dass man Geld einsparen kann, weil man effizient ist – zum Beispiel durch das Schaffen von Wasserkreisläufen. Aber oft bedeutet Nachhaltigkeit eben auch: faire Löhne und teurere Rohstoffe. Viele Verbraucher fragen oft, warum Bio so teuer ist. Wir sollten aber viel mehr hinterfragen, warum herkömmliche Produkte oft so billig sind."

Bekommt der Nachhaltigkeitsbereich auch durch Bewegungen wie "Fridays for Future" Rückwind?

"Wir haben in der Tat zur Zeit gerade mehr jüngere Kunden auf Avocadostore haben als vorher. Ich glaube und hoffe auch, dass die Fridays-for-Future-Bewegung auch die älteren, also die Elterngeneration aufweckt und inspiriert. Es ist eben einfach nicht mehr ok, Alufolie fürs Pausenbrot zu verwenden. Wir haben nicht mehr viel Zeit, das Ruder herumzureißen und den Klimawandel zu stoppen.

Es ist richtig, dass die junge Generation Angst um ihre Zukunft hat. Diese Angst ist nicht wissenschaftlich begründet, sondern wir spüren den Klimawandel bereits und das wesentlich schneller als vorhergesagt. Wenn wir jetzt nicht alle unser Verhalten bedenken, werden zukünftige Generationen auf diesem Planeten nicht mehr so frei leben können wie wir jetzt. Das Gute ist, die Lösungen liegen auf der Hand, wir müssen sie nur umsetzen. Sowohl die Politik und Industrie können viel bewegen, aber auch wir, in jedem einzelnen Produkt, das wir konsumieren – oder auch nicht."

Warum habt ihr euch als Start-up eigentlich damals für Hamburg entschieden und nicht – wie viele andere Gründer – für Berlin?

"Oft denken Kunden und Partner, wir säßen in Berlin. Wir haben nie bewusst entschieden, nicht nach Berlin zu gehen, sondern wohnten damals hier und sind geblieben. Ein gutes Netzwerk in der Gründungs- und Start-up-Phase ist sehr wertvoll – im Nachhinein war unser Bleiben darum sehr klug. Man darf Hamburg in Sachen Nachhaltigkeit nicht unterschätzen. Es gibt hier großartige Marken, wie Greenpeace, Greenpeace Energy, Hydrophil, LemonAid, Recolution, Nine to five, Jan'n'June und viele mehr."

Die Hamburger und ihre Lieblingsprodukte aus dem Avocadostore

Welche Produkte sind denn bei den Hamburgern besonders angesagt?

"Tatsächlich unterscheiden sich die Hamburger Kunden nicht so von den anderen Kunden. Man könnte vielleicht sagen, dass sie gerne Shirts und Kapuzenpullover aus Bio-Baumwolle kaufen. Das liegt aber garantiert am Wetter und nicht an den Hamburgern selbst…"

Superfood ins kiekmo-Schließfach

Hamburg ist nachhaltig. Und legt darum verstärkt Wert auf faire und nachhaltige Produktion und kurze Lieferwege. Bei Frischepost gehört beides zum Konzept: Der Hamburger Online-Hofladen liefert euch regionale Produkte ganz bequem in unsere kiekmo-Schließfächer in der Haspa.

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