Unsplash / Amie Johnson )

Auf ein Bier im "Urknall": Eimsbüttels kultige Eckkneipe

Entstanden aus einer Stadtteilinitiative ist der "Urknall" Trutzburg alternativer Gemütlichkeit geblieben. Seit fast 30 Jahren ist die Eckkneipe in Eimsbüttel Treffpunkt von Fußballfans, Rentnern, Studenten und heute leicht ergrauten Aktivisten.

Der rot-schwarze Stern, die Tische auf dem Gehweg und eine beeindruckende Batterie von Zapfhähnen. Alles typisch für die Kneipe, vor der wir grad stehen. Na, dann kommt mal rein, in den "Urknall". Eine Pinte alter Schule, einst entstanden aus einer Stadtteilinitiative, später ergänzt um Notwendiges, etwa ein Separee für Raucher. Trotzdem sich irgendwie treu geblieben. Willkommen in einem Hamburger Gasthaus, in dem auch woanders streng beäugte Fans von Werder Bremen willkommen sind.

Das Viva con Agua Kneipenquiz im "Urknall" ist längst Kult

Besagte Fans pilgern seit Jahren zur Eckkneipe im Herzen des Stadtteils Eimsbüttel, um unweit der Osterstraße ihr Pils zu schlürfen und die Spiele der Kicker von der Weser gemeinsam zu verfolgen. Nicht selten flankiert von Fußballfans in braunen und weißen Shirts. Denn auch der FC St. Pauli hat im "Urknall" seine Anhänger. Spiele der Kiezkicker gibt es stets auf Leinwand und Fernseher zu sehen. Da kann es dann schon mal laut und leidenschaftlich zugehen. Nach Schlusspfiff wird zusammen analysiert, gefeiert – oder eben getrauert. Manchmal sind helle Köpfe gefragt – das Viva con Agua Kneipenquiz ist hier längst Kult.

Apropos Urknall. Aus einem solchen soll ja mal was ziemlich Großes entstanden sein. Auch an der Sartoriusstraße entsteht allabendlich etwas: Gemütlichkeit nämlich – im Sommer auch draußen vor der Tür. Am Tresen treffen sich Rentner, Studenten und mittlerweile grau gewordene Aktivisten, die einst von einem Eimsbüttel mit alternativem Anstrich träumten.

In Eimsbüttel gibt's das Newcastle Brown Ale frisch vom Fass

Damals, Anfang der 1990er, als noch nicht an jeder Ecke ein hippes Café lockte und Mieten auch in Altbauten noch erschwinglich waren. Ein Geist, von dem im Urknall etwas geblieben ist. Wabernd irgendwo zwischen dunklen Holzmöbeln und Zapfhähnen, aus denen auch eine in Hamburg nur noch selten ausgeschenkte Leckerei von der britischen Insel kommt: Newcastle Brown Ale, den Pint für 4,30 Euro. Wer es nicht ganz so süffig mag, muss nicht leiden. Frisch vom Fass gibt's auch noch Astra, Staropramen, Lübzer, Carlsberg und Murphys.

Für den späten Hunger ins "Urknall" in Eimsbüttel

Ach ja, auch hungrig muss niemand den "Urknall" verlassen. Es gibt genug auf den Teller. Etwa das Chili, das schon in den Anfangstagen der Kneipe die Gaumen rockte und sowohl mit als auch ohne Hack serviert wird. Essen gibt's auch noch am späteren Abend. Wer satt und womöglich ein bisschen mit Schlagseite zu fortgeschrittener Stunde heim will, hat es nicht weit zur U-Bahn. In fünf Minuten ist die Station Lutterothstraße erreicht.

Info: "Urknall", Sartoriusstraße 14, 20257 Hamburg, geöffnet ist täglich ab 16 Uhr, am Wochenenden ab 11.30 Uhr

Feiern und lästern in Eimsbüttel

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