Auch das ist Corona: Soli-Zettel, dieser gefunden im Hirschpark bei Blankenese. (© M. Schade )

Auf die Nachbarschaft: 5 Tipps, wie ihr euch gegenseitig unterstützt

Hamburger, ihr seid wirklich unbezahlbar! In Zeiten der Pandemie helfen sich in der Hansestadt Familien, Nachbarn und Fremde gleichermaßen. Also, keine Angst vor Vereinsamung in der Wohnung – diese 5 Tipps schaffen ein Miteinander trotz Abstand-Regeln.

Einkaufen für Omi: Einfach mal fragen

Ihr wohnt in Hamburg in einem Mehrfamilienhaus. Und im zweiten Stock wohnt diese nette alte Dame, die immer so freundlich grüßt, jetzt aber nicht mehr vor die Tür gehen sollte. Fragt sie doch, ob ihr für sie ein paar Besorgungen erledigen könnt. Dazu müsst ihr nicht direkt Kontakt mit ihr haben, sondern könnt einfach einen Zettel auf ihre Türmatte legen und klingeln. Sie kann euch aufschreiben, ob sie Lebensmittel oder Hygieneartikel benötigt. So helft ihr in der Nachbarschaft einem relativ hilflosen Menschen und fühlt euch direkt wohler in eurer Haut. Eine Win-Win-Situation!

Flohmarkt etwas anders: Einfach mal verschenken

Ihr habt euch von der anfänglichen Hamsterkauf-Manie anstecken lassen und sitzt jetzt auf einem Klopapier-Vorrat, den ihr in sieben Jahren noch nicht aufgebraucht habt? Das Desinfektionsmittel reicht auf unbestimmte Zeit und die Dosentomaten könnt ihr langsam nicht mehr sehen? Dann stellt einen Korb oder Karton mit Waren zusammen, die ihr nicht mehr benötigt, andere aber dringend brauchen. Vor eurer Haustür auf der Straße platzieren und beschriften mit „Zu verschenken“. Eure Nachbarn freut’s und ihr seid Panik-Lasten los. Wieder: Win-Win.

Hilfe über Facebook-Gruppe: Einfach mal beitreten

Wollt ihr den Menschen in eurem Stadtteil helfen, die ihr normalerweise nicht direkt erreicht? Dann tretet einer Facebook-Gruppe bei, etwa der Coronahilfe Hamburg oder Unser Eimsbüttel – Austausch & Hilfe #wegencorona. Dort fragt ihr einfach, ob ihr jemandem etwas besorgen sollt oder sonstige Hilfe leisten könnt. Ihr könnt dort auch Anfragen stellen, solltet ihr euch selbst in einer Zwickmühle befinden. Versprochen: Ihr werdet von der Hilfsbereitschaft eurer Stadtteilnachbarn begeistert sein!

Supermärkte reagieren: Einfach mal solidarisch sein

Edeka liebt Lebensmittel, wie wir wissen. Aber anscheinend auch die Menschen, die dort einkaufen. So öffnet der Edeka Heitmann in der Großen Bergstraße in Altona seine Türen sonntags ausschließlich für Senioren. Eben für die, die besonders gefährdet sind und den Kontakt zu anderen Menschen bestmöglich vermeiden sollten. Und der Edeka Niemerszein in der Langen Reihe verschenkt das Gemüse, das er sonst in der frischen Salatbar anbietet.

Digitales Treffen: Einfach mal die Webcam anmachen

Freunde und Verwandte, Bekannte und Nachbarn: Ihr könnt mit niemandem mehr ein Käffchen schlürfen gehen, alle Geschäfte haben zu und überhaupt ist die Ansteckungsgefahr zu groß. Dann macht doch einfach eine WhatsApp-Gruppe auf, tretet über Facetime einer digitalen Party bei oder spielt über Skype gemeinsam ein Kartenspiel. Der Kreativität sind gar keine Grenzen gesetzt! Und wenn ihr das gern im Haus mit deinen Nachbarn tun würdet, ladet sie über eine Nachricht am schwarzen Brett im Hausgang zur virtuellen Party ein. So bleibt keiner einsam, der es nicht sein will.

Dinge, die wir jetzt nicht vernachlässigen sollten

Die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand und auch unser Alltag ist völlig aus den Fugen geraten. Umso wichtiger ist es, dass wir auch mal wieder innehalten und uns erinnern, welche Dinge wir Hamburg jetzt nicht vernachlässigen sollten.

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