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Auf dem Speiseplan: Was essen Hamburger am liebsten?

Klar, wir lieben Essen! Doch was genau sorgt eigentlich für besondere Verzückung, wenn es auf unseren Tellern landet? Haben wir Hanseaten einen ganz eigenen Gusto? kiekmo hat sich schlau gemacht und serviert die Gaumenfreuden der Hamburger.

Erst mal Frühstück ...

Was gibt es Schöneres als ein ausgedehntes und reichhaltiges Frühstück am Wochenende, um zufrieden in den Tag zu starten? Wohl kaum etwas. Doch auch unter der Woche frühstücken wir Hamburger gern: Laut einer Erhebung von Statista belegen die Hamburger zumindest im bundesweiten Vergleich mit 79 Prozent den zweiten Platz – gemeinsam mit Bremen. Nur in Brandenburg ist die Anzahl der täglichen Frühstücker höher: 92 Prozent. Die kiekmo-Redaktion verdächtigt das Franzbrötchen als Verursacher dieses Ergebnisses. Dazu eine Tasse Hamburger Kaffee – braucht es mehr Argumente für ein Frühstück?

... und dann immer schön wach bleiben

Apropos Kaffee. Der geht natürlich nicht nur morgens zum Frühstück. Wir Hamburger trinken nämlich im Schnitt 2,8 Tassen am Tag. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern liegen wir damit sogar unter dem Durchschnitt von drei Tassen pro Tag. Wer hätte das gedacht?! Dabei haben wir so hervorragende Röstereien, die uns eine unglaubliche Aromenwelt eröffnen! Aber vielleicht reicht uns die Menge ja auch einfach, um wach, aber trotzdem auf dem Boden zu bleiben. Will ja schließlich niemand einen Koffein-Schock riskieren. Oder wir greifen gen Nachmittag für den Kick eher zur fritz – oder ab vier zum Bier. Führend ist übrigens Sachsen-Anhalt mit 3,5 Tassen Kaffee pro Tag.

Aus die – äh, Wurst

Eher unbeliebt sind laut einer Datenerhebung der Plattform Yelp aus dem Jahr 2016 hingegen vermeintliche Klassiker wie Bratwurst, Hähnchen, Braten, Hot Dogs und Pommes. Grundlage der Studie waren die Sucheingaben im Portal innerhalb eines Jahres. Jedenfalls schaffen es diese Gerichte nur auf die allerletzten Ränge oder gar nicht erst in unsere Top 25. Letzteres können wir allerdings gar nicht so recht glauben, schließlich sind die frittierten Kartoffelstreifen doch DER Mitternachtssnack – ob Vegetarier oder Fleischfresser, auf eine Portion Pommes-Schranke in der Kleinen Pause haben wir uns doch immer einigen können, oder?! Ob da ein Fehler in der Matrix vorliegt? Wir werden mal nachforschen.

Was wäre Hamburg ohne Currywurst?

Na gut, nicht ganz! Denn die Currywurst zieht gerade noch so in die Top 10 ein. Als Hamburger Original wäre alles andere ja auch skandalös. Wer da mit dem Patent schneller war, tut ja wohl nix zur Sache. Schließlich lieben wir Hamburger unsere urigen Imbisse wie Schorsch, Uschis, Kiez Curry und Co. Eine Portion Pommes dazu (aha!) und die würzige Zwischenmahlzeit ist perfekt.

Auf unseren Tellern regiert Abwechslung

Platz neun bis fünf gehen an Schnitzel, vegane Gerichte, Fisch, Steak und Tapas – was für ein bunter Mix! "Die Hamburger mögen es vielfältig, wenn es ums Essen geht“, so Heiko Thedens, Yelp-City Manager in Hamburg, im Hamburger Abendblatt. Wie gut, dass die Hamburger Gastro-Szene an unseren Geschmack angepasst und ebenfalls vielfältig ist! Ob nun ganz klassisch nordisch-deftig Pannfisch oder Schnitzel mit Bratkartoffeln und Bier oder mediterrane Muscheln, Oliven und feiner Schinken zu einem Glas Wein – egal, wo nach uns gelüstet, wir finden schnell die richtige Anlaufstelle! Und wo wir das so lesen, wollen wir doch direkt von allem etwas.

Typisch Hamburg?! Das Fischbrötchen

Denkste! In der Yelp-Statistik schafft es unser Matjesbrötchen lediglich auf den abgeschlagenen Platz 17. Aber: Nur in der Hansestadt ist Fisch überhaupt unter den Top 10! In Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und München taucht das Fischbrötchen nicht einmal in den Top 25 auf. Thedens erklärt das mit der Nähe zum Meer – die mache das Fischbrötchen in Hamburg beliebter als im Rest von Deutschland. Und bitte: Was gibt's denn Besseres als Rollmops und Backfisch mit Knolle und Hafenblick?! Eben. Übrigens nicht nur nach dem Feiern spitze, sondern auch eine top Empfehlung fürs Date – wenn ihr die ganze Sache eher hanseatisch-lässig und unverkrampft angeht. Wir glauben ja, dass es eigentlich weiter vorne liegt und wir einfach genau wissen, wo wir unser liebstes Fischbrötchen in Hamburg bekommen – da ist die Suche im Netz also total überflüssig.

Wir lieben veggie!

Statista zufolge lassen wir Hamburger uns den fleischfreien Lebensstil zumindest am meisten kosten: Im Schnitt gab jeder 12,50 Euro im Jahr 2017 für sogenannte Convenience-Produkte aus. Also Ersatzprodukte ohne Fleisch und/oder tierische Inhaltsstoffe, die mit "veggie", "vegan" oder ähnlichem Aufdruck gekennzeichnet sind. Damit liegen wir im bundesweiten Vergleich nach Städten und Regionen auf dem ersten Platz vor Freiburg und Berlin. Und das zeigt ja noch gar nicht unsere vegetarischen und veganen Einkäufe losgelöst von diesen Produkten! Zudem gibt es immer mehr Restaurants in Hamburg, in denen wir fleischfrei und umweltbewusst genießen können. Auch Lieblinge wie Pizza und Burger gibt's in der vegetarischen und veganen Variante. Schmeckt mindestens genauso gut – überzeugt euch doch mal selbst!

Hat hier jemand Pizza gesagt?!!

Ihr habt wahrscheinlich nur darauf gewartet und hier ist das italienische Kulturgut: auf Platz vier der Hamburger Lieblingsgerichte. Wir sagen grazie mille für all die Gaumenfreuden (und -verbrennungen), die uns der knusprige, mit Käse überbackene Brotfladen schon beschert hat. Denn was wäre die Welt nur ohne Pizza?! Geht einfach immer. Zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ob nun schick im Restaurant oder um zwei Uhr nachts am Hans-Albers-Platz auf die Hand – Pizza wärmt, Pizza bringt zusammen, Pizza enttäuscht nicht. Zum Glück gibt es so viele Italiener in Hamburg, die sie uns servieren. Die Ananas-Debatte starten wir an dieser Stelle lieber nicht, das könnte ausarten.

Jetzt geht's aufs Treppchen

Hättet ihr das gedacht? Platz zwei und drei unserer Leibspeisen belegen Sushi und Döner (auch hierzu gibt's Pommes!). Alles wenig nordisch und nicht einmal in der deutschen Küche zu verorten. „Hamburg ist das Tor zur Welt – das zeigt sich auch kulinarisch", so Thedens. Unterschiedlicher könnten die Gerichte, die die Silber- und Bronzemedaille holen, doch wohl kaum sein: Das eine eher fein und kunstvolle Kleinarbeit, das andere zwangloses Street- und Finger-Food. Passt doch aber auch irgendwie zu Hamburg, oder? Und zeigt ein Mal mehr, was wir an der kulturellen und kulinarischen Vielfalt unserer Stadt haben – nämlich den Luxus, über die Geschmackswelten andere Länder und Kontinente zu bereisen.

Hamburger lieben ... Hamburger

Klar, wir sind ja auch bodenständig, wetterfest und sabbeln nicht so viel. Der Pragmatismus taugt uns und das Herz tragen wir am richtigen Fleck. Spaß beiseite. Doch tatsächlich landet der Burger auf Platz eins unserer Lieblingsgerichte! Fazit: Auch beim Essen wissen wir die geradlinigen, bodenständigen Gerichte zu schätzen. Passt also nicht nur wegen des Namens. Brötchen, Bulette, etwas Salat, schmelzender Käse – geht auch super auf die Hand. Und wir sind glücklich, auch ohne Messer und Gabel oder Chichi. Gut gemacht sein muss er natürlich. Und Potential für Kreativität und allerlei Variationen bietet er: Mit etwas Finesse wird ganz schnell großes Gaumenkino draus. Spätestens hier tauchen dann doch sicher auch die Pommes als obligatorische Begleiterscheinung auf. Fall gelöst!

Burger in Hamburg

Na, wer hat jetzt auch richtig Hunger bekommen? Dann mal ran an die Leibspeise! Ob mit oder ohne Käse, saftigem Beef, krossem Hähnchen oder in der Veggie-Variante: Hier gibt's die besten Burger in Hamburg.

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