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Obdachlosenhilfe
Unsplash / Jon Tyson
Hamburg

Winternotprogramm beginnt: Mehr als 1.000 zusätzliche Plätze

Am 1. November 2021 startet wieder das Hamburger Winternotprogramm – mit zusätzlichen Übernachtungsplätzen. Wie die Stadt obdachlosen Menschen helfen will, erfahrt ihr hier.


Die Nächte in Hamburg werden kälter und auf der Straße schlafen kann bei sinkenden Temperaturen lebensgefährlich sein. Deshalb erhöht die Hansestadt in ihrem Winternotprogramm jedes Jahr die Kapazitäten an Notunterkünften für wohnungslose Menschen. Dieses ist ein ergänzendes Angebot zu den übrigen Notübernachtungen, die Obdachlosen in Hamburg ganzjährig zur Verfügung stehen. Davon befinden sich 330 Plätze in der Übernachtungsstätte Pik As, die Notübernachtungsstätte für Frauen in der Hinrichsenstraße verfügt über bis zu 60 Plätze.

1.030 zusätzliche Übernachtungsplätze im Winternotprogramm

Diese insgesamt 390 Plätze werden ab dem 1. November 2021 durch weitere 1.030 zusätzliche Übernachtungsplätze ergänzt. In der Friesenstraße in Hammerbrook finden obdachlose Menschen auch in diesem Winter nachts wieder ein Dach über dem Kopf. Dort stehen 400 Plätze bereit. An der Halskestraße in Billbrook kommt ein ganz neuer Standort mit 300 Plätzen hinzu: Die Stadt hat dort ein Hotel angemietet. Rund 100 Plätze bieten zudem Container bei Kirchen und Hochschulen. Ist die Auslastung besonders hoch, gibt es zusätzlich noch eine weitere Notunterkunft an der Schmiedekoppel in Niendorf mit bis zu 224 Plätzen. Das soll eine pandemiegerechte Unterbringung ermöglichen, bei der nicht zu viele Menschen auf zu wenig Raum zusammenkommen. Ein kostenfreier Busshuttle steuert die städtischen Unterkünfte an.

Tagesaufenthaltsstätte in der Markthalle

In der Regel erfolgt die Unterbringung in den Notübernachtungen in Zwei- oder Dreibettzimmern. Für gesundheitlich oder psychisch beeinträchtige Menschen besteht aber auch die Möglichkeit, in einem Einzelzimmer unterzukommen. Corona-Schnelltests an allen Standorten sollen die Sicherheit erhöhen. Die Notunterkünfte stehen Obdachlosen von 17 bis 9:30 Uhr offen, tagsüber schließen sie. Dann können Hilfsbedürftige wie im vergangenen Winter die Tagesaufenthaltsstätte in der Markthalle am Klosterwall ansteuern. Neben einem Dach über dem Kopf bieten die Lokalitäten eine warme Mahlzeit sowie Beratung und Betreuung. Insgesamt gibt die Stadt Hamburg im Jahr 2021/22 rund 13,3 Millionen Euro für ihr Winternotprogramm aus, das planmäßig bis Ende März laufen wird.

So könnt ihr Obdachlosen in Hamburg helfen

Ihr wollt helfen? Da gibt es mehr als genug zu tun! Die Obdachlosenhilfen in Hamburg brauchen nicht nur im Winter eure Unterstützung.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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