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Stadtpark Hamburg
Unsplash / Amelie und Niklas Ohlrogge
Winterhude

Warum heißt Winterhude eigentlich Winterhude?

Stadtpark, Alster, Shopping und schicke Villen: Winterhude hat so einiges zu bieten. Doch wie kam der beliebte Stadtteil eigentlich zu seinem Namen? kiekmo verrät es euch.


Ach, wunderschönes Winterhude! Wer hier wohnt, braucht den Stadtteil eigentlich gar nicht zu verlassen, um zu finden, was man so zum Leben braucht: Ganz viel Grün im Stadtpark, Wasser en masse an der Alster, Kultur bis zum Abwinken und einen Hauch von New York.

Eine Ablagestelle als Namensgeberin

Da ist es kaum vorstellbar, dass der Stadtteil, der mittlerweile weit über 55.600 Einwohner hat (Stand 2019), früher nur ein kleines Dörfchen war. "Früher", das meint 1250. Da erschien der Name "Winterhude" nämlich erstmalig in der Geschichte – nicht in der Hamburgischen, sondern in der Holsteinischen. Der schöne Stadtteil war damals nämlich Eigentum der holsteinischen Grafen von Schauenburg.

Zum eigentlichen Namen kam es schließlich deswegen: Das Wiesenufer an der Alster, gleich gegenüber der Eppendorfer Kirche, kennt ihr bestimmt. Weil man hier recht einfach von Wasser an Land kam, wurden an dieser Stelle die Kähne im Winter auf das Land gezogen, um sie vor dem Eis zu schützen. Der Bergungsplatz wurde Anno dazumal "Hude" genannt. Und weil dieser Platz nunmal für den Winter gedacht war, "Winter-Hude". Klasse, oder?!

Vom holsteinischen Dorf zum Teil Hamburgs

So, und wie wurde Winterhude nun zum offiziellen Stadtteil unserer schönen Hansestadt? Verraten wir euch: Die Schauenburger übertrugen das kleine holsteinische Dorf irgendwann der Ritterfamilie Stake, einer holsteinischen Ritterfamilie. Diese war um 1323 in Geldnot und verpfändete das Dorf deswegen Johann von dem Berge, einem angesehenen Bürger Hamburgs. Weil die Ritterfamilie das Dorf nie wieder einlöste, war Winterhude fortan Teil Hamburgs. Der Tag der Verpfändung war übrigens der 29. August. Der Tag, an dem auch die Redakteurin dieses Artikels Geburtstag hat. Zufall? Wir glauben nicht!

Ein Stadtteil, der viel erlebt hat

Zwischen "Winterhude ist ein kleines Dorf" und "Winterhude ist ein Stadtteil Hamburgs" liegen allerdings ein paar Jährchen. 1874 wurde Winterhude nämlich erst Vorort und 1894 schließlich offizieller Stadtteil. In all den Jahren dazwischen war aber nicht Heiter, Keiter, Sonnenschein. Im Gegenteil: Winterhude wurde ein paar Mal verkauft – einmal für 140 Hamburger Pfennige; Schnäppchen! –, wieder abgenommen, anderer Landherrenschaft unterstellt, es gab Brände, bald neue Straßen, eine Torsperre, Anbindung an die Hamburger City über die Alsterschifffahrt, die ersten Industriebauten, immer mehr Zuwachs und irgendwann auch den ersten ansässigen Arzt. Um 1900 wurden schließlich die ersten Villen an der Alster und ihren Seitenarmen gebaut. Ein Bild, dass den Stadtteil noch heute entscheidend prägt.

Winterhude in Zahlen

  • Einwohner: 55.492, davon 52,9 Prozent weiblich und 47,1 männlich (Hamburger Durchschnitt: 50,8/49,2 Prozent)
  • Kulturelle Vielfalt: 142 Nationalitäten (Stand 2019)
  • Durchschnittsalter: 41,1 Jahre (Hamburger Durchschnitt: 42,1 Jahre) Einpersonenhaushalte: 64,9 Prozent (Hamburger Durchschnitt: 54,4 Prozent)
  • Haushalte mit Kindern: 13,2 Prozent (Hamburger Durchschnitt: 17,8 Prozent) Arbeitslosenquote: 3,3 Prozent (Hamburger Durchschnitt: 4,8 Prozent)
  • Durchschnittseinkommen pro Jahr (Stand 2013): 51.627 Euro (Hamburger Durchschnitt: 40.771 Euro)
    Wenn nicht anders gekennzeichnet: Stand 31.12.2019

Ihr wollt mehr spannende Infos aus dem Stadtteil?

Könnt ihr haben: Kennt ihr zum Beispiel schon unseren Stadtteilspaziergang aus Winterhude? Außerdem verraten wir euch, welche 5 Promis in Winterhude wohnen. Und diese Bauten in Winterhude solltet ihr unbedingt kennen!

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