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Shutterstock / Rummiya Vilaithon
Altenwerder

Vollhöfner Wald Altenwerder: "Völli" soll zum Schutzgebiet werden

Verschiedene Naturschutzorganisationen von SPD und Grünen wollen "Völli" zum (Natur-)Schutzgebiet erklären. Der Erhalt des Vollhöfner Waldes soll dafür in den neuen Koalitionsvertrag aufgenommen werden, wenn es nach Nabu, Greenpeace und Co. geht.


Seit 2019 tobt der Streit um den Vollhöfner Wald. Das 45 Hektar große Areal wird gemäß der Hafenplanungsverordnung Altenwerder West für eine mögliche Erweiterung des Hamburger Hafens vorgehalten. Eine Vorstellung, gegen die schon im vergangenen Herbst zahlreiche Umweltaktivisten sprichwörtlich auf die Barrikaden gegangen waren. Tagelang kampierten sie im Wald in selbst gebauten Baumhäusern, um ein Zeichen für den Erhalt der Fläche zu setzen.

Schutz des Waldes soll Regierungssache werden

Inzwischen sind sie aus ihren Hütten gewichen. Stattdessen haben insgesamt 18 Hamburger Verbände und Initiativen nun eine gemeinsame Erklärung herausgegeben. In der fordern sie den Senat auf, den Schutz des Vollhöfner Waldes zur Regierungssache zu machen. "Seine ungestörte Entwicklung macht den Vollhöfner Wald zum einzigartigen Naturschatz und prädestiniert ihn als Raum für Umweltbildung und Forschung", heißt es in der Erklärung, die unter anderem von Greenpeace, dem NABU, Fridays for Future, Extinction Rebellion und der Klimaschutzinitiative Vollhöfner Wald unterzeichnet wurde.

Vollhöfner Wald ist ein "Nationalpark im Mini-Format"

Seit 50 Jahren wächst "Völli" inzwischen ungestört vor sich hin. Ohne menschliches Zutun hat sich der Wald zu einem "Nationalpark im Mini-Format" entwickelt, wie die Umweltschützer betonen. "Die Stadt hat die Chance, ein Zeichen zu setzen und den Wert intakter Ökosysteme im Kampf gegen das Artensterben und die Folgen des Klimawandels zu unterstreichen", heißt es am Ende der Erklärung. Ob der künftige Senat auf den Aufruf eingehen wird, muss sich zeigen. Aktuell ist der Vollhöfner Wald zunächst bis 2023 sicher. Zumindest bis dahin plant die HPA, der die Fläche gehört, keine Erweiterung des Hamburger Hafens.

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