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Viva con Agua
Lea May / Viva con Agua
Hamburg

Viva con Agua: 10 Dinge, die ihr über das Wasser wissen müsst

Ihr kennt bestimmt das Mineralwasser von Viva con Agua. Aber wisst ihr eigentlich, was genau Fantastisches dahintersteckt? 10 Fragen – und 10 Antworten.


Was ist Viva con Agua überhaupt?

Viva con Agua ist ein gemeinnütziger Verein, der 2006 auf St. Pauli gegründet wurde. Er setzt sich dafür ein, dass alle Menschen weltweit Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Zu diesem Zweck fördert der Verein in Zusammenarbeit mit verschiedenen NGOs (nichtstaatlichen Organisationen) wie der Welthungerhilfe und mit lokalen Partnern Projekte und Aktionen im In- und Ausland – vornehmlich den Bau von Brunnen. Ganz nach dem Motto: "Wasser für alle – alle für Wasser".

Was hat es mit dem Mineralwasser von Viva con Agua auf sich?

Das Mineralwasser von Viva con Agua, das es in "laut" (mit Kohlensäure) und "leise" (ohne Kohlensäure) in ganz Deutschland zu kaufen gibt, ist quasi ein flüssiger Flyer für den Verein. Die Hoffnung: Über die Flaschen werden Leute auf das Projekt aufmerksam gemacht. Nebenbei fließt ein Teil des Erlöses natürlich in die Wasserprojekte. Das Mineralwasser stammt übrigens aus dem Husumer Mineralbrunnen.

Wo ist Viva con Agua aktiv?

Vornehmlich in Afrika, aber auch in Asien und Südamerika: Äthiopien, Uganda, Nepal, Indien, Ruanda, Sudan, Mozambique, Kenia, Zimbabwe, Tansania und Brasilien. In Deutschland gibt's zudem Bildungsprojekte, beispielsweise an Schulen. Und natürlich Aktionen wie Benefizkonzerte – zur Aufklärung und fürs Fundraising.

Was macht Viva con Agua über den Brunnenbau hinaus?

Einiges. Zum Beispiel werden vor Ort sogenannte Hygiene-Schulungen organisiert. Themen sind unter anderem: Wieso sollte das Verrichten des Stuhlgangs im Freien vermieden werden? Wie wasche ich meine Hände und wieso ist das wichtig? Die geschulten Personen sollen ihr Wissen danach weitergeben und so als Multiplikatoren agieren.

Können die Brunnen und Toiletten kostenlos benutzt werden?

Nein, es wird ein geringes Entgelt dafür erhoben. Die eingenommene Kohle geht aber nicht an Viva con Agua, sondern an das WASH-Kommittee, das es zur Instandhaltung oder Reparatur der Brunnen verwenden kann. Wie viel die Benutzung kostet, wird laut Viva con Agua "basisdemokratisch von der Bevölkerung bestimmt und richtet sich nach den ökonomischen Verhältnissen der Bewohner vor Ort".

Wie sieht ein Brunnen eigentlich aus?

Kommt drauf an. Häufig reicht es offenbar schon, bestehende Quellen durch betonierte Quelleinfassungen vor Verschmutzung zu schützen, von denen das Wasser dann weitergeleitet wird. In manchen, sehr trockenen Gegenden muss aber bis zu 60 Meter tief ein Brunnen gebohrt werden. Das Wasser wird dann über ein Handpumpsystem mit Unterdruck nach oben befördert.

Was hat Goldeimer Klopapier mit VcA zu tun?

Goldeimer Klopapier ist quasi eine Tochter von Viva con Agua – und kümmert sich um den sanitären Bereich. Genauer gesagt: Das Social Business sorgt mittels eigens entwickelter Komposttoiletten dafür, dass die Notdurft nicht in der freien Natur verrichtet werden muss. Mehr zu Goldeimer Klopapier erfahrt ihr hier. Das Ganze geht natürlich Hand in Hand mit dem Anspruch auf sauberes Trinkwasser, denn Fäkalbakterien haben im Brunnenwasser nichts zu suchen. Viva con Agua nennt dieses Gesamtprojekt WASH – das steht für "Wasser, Sanitär, Hygiene".

Wer hält die WASH-Einrichtungen instand?

Das macht nicht mehr Viva con Agua, sondern das bereits erwähnte "Wasserkomitee" – eine ehrenamtliche, basisdemokratisch gewählte Gruppe aus der Bevölkerung. Dass die Bevölkerung sich selbst darum kümmert, hält der Verein für sehr wichtig, schließlich will Viva con Agua Hilfe zur Selbsthilfe geben. Interessant: Laut Viva con Agua hat ein Wasserkomitee in der Regel einen vergleichsweise hohen Frauenanteil.

Wie vielen Menschen hat Viva con Agua schon geholfen?

Es klingt unglaublich, aber nach eigener Aussage konnte der Verein seit 2006 gemeinsam mit der Welthungerhilfe und lokalen Partnerorganisationen bereits circa 2,5 Millionen Menschen in WASH-Projekten erreichen. Was klein auf St. Pauli begonnen hat, ist mittlerweile ein großes, internationales Netzwerk mit etwa 10.000 Supportern, darunter auch viele Musiker und Künstler.

Wie viel von den Spendengeldern kommt bei den Projekten an?

Laut Viva con Agua 80 Prozent, davon werden 65 Prozent in ausländische Projekte investiert und 15 Prozent in inländische Bildungsprojekte (zum Beispiel an Schulen) oder Aktionen. Die restlichen 20 Prozent gehen in die Verwaltung.

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