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Shutterstock / Manninx
Finkenwerder

Versperrt die Sicht: Streit um geplantes Hochhaus in Finkenwerder

Kommt es oder kommt es nicht? Die Pläne für ein Prestige-Bauprojekt in Finkenwerder sorgen für Streit. Der Grund: Das Hochhaus würde den freien Blick über die Elbe versperren.


Bereits seit eineinhalb Jahren existieren konkrete Pläne für ein 50 Meter hohes Bauwerk am Elbufer von Finkenwerder. Das Gebäude soll auf 22.000 Quadratmetern Fläche vor allem Büros beherbergen. 92 Millionen Euro will sich dasHamburger Immobilienunternehmen Magna Real Estate AG das Projekt kosten lassen. Doch die Umsetzung gestaltet sich schwieriger als gedacht. Denn verschiedene Verbände versuchen, den Megabau zu verhindern.

Freie Sicht vom Jenischpark in Richtung Finkenwerder bedroht

Der Grund: Das dominante Gebäude, das direkt neben dem Airbus-Werk entstehen soll, würde den freien Blick über die Elbe aus Richtung des Jenischparks verhindern. Die beliebte Grünanlage befindet sich direkt gegenüber Finkenwerder auf der anderen Elbseite. "Gerade der Weitblick auf den Strom mit dem Schiffsverkehr und die dahinterliegenden 'blauen Berge' war einst für die Anlage des heutigen Parks unter Caspar von Voght ein wichtiges Kriterium. Genau aus dem Grund ist das Jenischhaus an diese Stelle gesetzt worden", erklärt Gartenhistoriker Joachim Schnitter dem "Elbe Wochenblatt".

Die Garten- und Denkmalverbände erwarten daher von Magna Real Estate AG eine Neuplanung des Projekts, auch in Hinblick auf den Denkmalschutz. Anfang 2020 will das Unternehmen aller Voraussicht nach neue Pläne präsentieren. Einen Bauantrag beim Bezirksamt hat die Firma bislang offenbar nicht gestellt.

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