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Altona

Kein Kikeriki: Verbot von lebenden Hühnern auf dem Fischmarkt

Bisher – also vor Corona – gehörten neben Fisch, Gemüse und Blumen auch lebende Tiere zum Angebot des Hamburger Fischmarkts. Im Sinne des Tierwohls beschloss die Bürgerschaft nun das Verbot.


Neben den lautstarken Stimmen von Aale-Dieter und seinen Kollegen ertönte in Zeiten vor Covid noch ein weiteres Geräusch über den Fischmarkt: das Krähen von Hühnern. Die lebenden Tiere gehörten bisher zum Angebot des sonntäglichen Marktes. Neben Vögeln wurden auch Meerschweinchen, Kaninchen und Fische lebend verkauft. 50 bis 100 Tiere pro Markttag.

Ende des Verkaufs von lebenden Tieren

Stephan Jersch von den Linken stört der Verkauf der lebenden Tiere schon seit einigen Jahren. Dieser sei nicht tierschutzgerecht, schließlich seien die Tiere sehr viel Stress und Lärm ausgesetzt. Bisher sah der Senat den Verkauf der Tiere nicht als Verstoß gegen den Tierschutz. Nun haben SPD und Grüne aber auch für eine Veränderung der Marktregeln plädiert und am 21. April 2021 wurde das Verbot schließlich von der Bürgerschaft beschlossen. Dieses tritt jedoch nicht sofort in Kraft, sondern erst in etwa einem Jahr.

Kein Huhn für Partygänger

Die Hühner des Fischmarkts gehören zur Tradition des Marktes, der seit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr stattfinden kann. Oft waren es Kiezgänger, die nach einer durchzechten Partynacht aus Spaß ein lebendes Huhn kauften. Das wurde dann nicht selten am folgenden Montag von Tierschutzvereinen aufgesammelt. In Zukunft, wenn der Fischmarkt dann endlich wieder öffnen darf, geben wir uns gerne mit den Stimmen der Marktschreier und vollgepackten Obstkörben als Souvenir zufrieden.

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