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Shutterstock/Lukassek
Hamburg

Umweltschützer vs. Hafenlogistik: BUND und HPA streiten sich um Vollhöfner Weiden

Wenig Fläche, viel Protest: Der BUND und die Hafenbehörde (HPA) streiten sich um 0,2 Quadratkilometer in Altenwerder und deren Nutzung. Sogar Klage wurde eingereicht. Logistikbetriebe oder Ulmen, Weiden und seltene Vögel – wie sieht die Zukunft der Vollhöfner Weiden aus?


Während die Hamburger Port Authority (HPA) die noch ungenutzten Bereiche der Waldfläche Vollhöfner Weiden unter dem Projekttitel "Altenwerder West" zukünftig gern wirtschaftlich nutzen möchte, sind die Umweltverbände strikt gegen eine Zerstörung des Naturraumes, der dort in den letzten Jahrzehnten entstanden ist. Entsprechend haben sie Klage gegen die Hafenplanungsverordnung eingereicht. Bezug nimmt diese auf den "Vollhöfner Wald" – so bezeichnen die Umweltverbände nämlich den Casus knacksus in Altenwerder.

Warum gibt es Zoff?

Bei dem Gebiet, um das sich HPA und BUND streiten, handelt es sich um ein ehemaliges Spülfeld, das bis 1970 zum Aufspülen von Hafenschlick genutzt und danach sich selbst überlassen wurde. Durch die lange Brache haben sich inzwischen viele Bäume und Gehölze sowie seltene Vogelarten wie Gelbspötter und Grauschnäpper dort angesiedelt. Sie sind der Grund dafür, dass NABU und BUND gegen eine wirtschaftliche Nutzung des Flurstückes protestieren. Die HPA hält ein Fortbestehen des Biotopes hingegen nicht für notwendig. Aufgrund des laufenden Verfahrens möchte die Hafenwirtschaft derzeit keine weiteren Angaben machen und beruft sich stattdessen auf den Koalitionsvertrag, in dem die Entwicklung von Altenwerder-West vorgesehen sei.

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