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Unsplash / Milan Popovic
Hamburg

Umfrage: So lange müssen Hamburger auf Handwerker warten

Wer in Hamburg einen Handwerker benötigt, braucht vor allem: Geduld. Das zeigt eine Studie, die die größten deutschen Städte miteinander vergleicht.


Wer den Handwerker ruft, hat es meistens eilig. Es ist schließlich schon ärgerlich genug, dass die Steckdose nicht mehr funktioniert, der Wasserhahn tropft oder das Fenster undicht ist. Doch laut einer Umfrage des Vermietungs- und Hausverwaltungsservices Home ist "schnell mal reparieren" zumindest in Hamburg oft nicht drin.

Freie Termine erst Wochen später

Das Unternehmen verglich Wartezeit und Preise für Maler, Elektriker und Co. in den fünf größten deutschen Städte miteinander: Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München. Zumindest bei der Terminvergabe landet unsere Hansestadt zusammen mit Köln auf dem letzten Platz. Nur 2,5 Prozent der Handwerker können Termine noch in derselben Woche anbieten, in der sie angefragt werden. In Berlin sind es immerhin 7,5 Prozent, in Frankfurt und München sogar 17,5 und 20 Prozent. Bitter: In 32,5 Prozent aller Fälle müssen die Hamburger richtig viel Geduld beweisen und mindestens vier Wochen warten.

Besonders viel Vorlauf brauchen dabei die Maler. Von ihnen sind in Hamburg 100 Prozent in der angefragten Woche ausgelastet. Auch die darauffolgenden zwei Wochen sieht es ganz schlecht aus, die Verfügbarkeit ist weiterhin bei 0 Prozent. Ganze 80 Prozent können erst vier oder mehr Wochen später einen Termin anbieten. In dem Zeitraum schafft es so manch einer, die komplette Wohnung selbst zu streichen … Ebenfalls sind 0 Prozent der Sanitärinstallateure und Tischler kurzfristig verfügbar. Dann doch lieber ein Schaden an Lichtschalter, Waschmaschine oder einem anderen Elektrogerät? 10 Prozent der Elektriker können immerhin schon in der gleichen Woche vorbeikommen, in der sie kontaktiert werden, 30 Prozent in der darauffolgenden.

Reparaturen sind preislich im Rahmen

Ein kleiner Trost: Preislich sind Reparaturen in Hamburg im Vergleich zu den anderen vier Städten verhältnismäßig günstig. Das Fixen einer defekten Steckdose beispielsweise kostet etwa 52,53 Euro. Bei dieser Dienstleistung kommt man nur in Berlin mit 50,10 Euro günstiger weg. Der durchschnittliche Preis für den Elektriker liegt bei 54,07 Euro, was nur Frankfurt mit 52,82 Euro unterbietet.

Besonders wenig kostet in Hamburg außerdem das Streichen einer Wand (208 Euro) und die Reparatur eines defekten Wasserhahns (54,80 Euro). Auch generell sind Malerarbeiten (206,67 Euro) und die Kosten für einen Sanitärinstallateur (61,44 Euro) in der Hansestadt verglichen mit den anderen vier Städten durchschnittlich am günstigsten. Der Preis für einen Tischler dagegen ist mit rund 66,81 Euro der höchste Wert unter den fünf Orten. Befragt wurden 40 Handwerker pro Stadt.

Mut zu DIY!

Wer nicht immer vom Handwerker abhängig sein möchte, nimmt Pinsel, Schraubenzieher und Co. einfach selbst in die Hand. Offene Werkstätten wie in Ottensen stellen nicht nur Raum, Maschinen und Tools, sondern auch den fachlichen Rat zur Verfügung. Und bei kurts toolbox könnt ihr schnell und einfach die passenden Werkzeuge mieten.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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