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Demo für den Frieden in der Ukraine auf dem Rathausmarkt
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Hamburg

Angriffskrieg auf die Ukraine: So können Hamburger helfen

Sirany Schümann
Sirany Schümann

Ihr fühlt euch angesichts des Krieges in der Ukraine ohnmächtig? Hier findet ihr Informationen, was ihr von Hamburg aus tun könnt, um dem Land zu helfen.

Die Welt ist seit dem 24. Februar 2022 eine andere. In der vorangegangenen Nacht hat der russische Präsident Wladimir Putin dem Militär seines Landes den Befehl gegeben, die Ukraine anzugreifen und seitdem überschlagen sich die Ereignisse im Minutentakt. Viele Hamburger (die kiekmo-Redaktion eingeschlossen) fühlen sich angesichts des Krieges hilflos und ohnmächtig. Deshalb kommt hier eine Übersicht, was ihr tun könnt, um den Menschen in und aus der Ukraine zu helfen.

Natürlich ist das nur ein kleiner Ausschnitt an Möglichkeiten, um euch zu engagieren, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Wir hoffen aber, dass die Optionen euch als Leitfaden dienen können, um gegen das Gefühl der Macht- und Sprachlosigkeit anzukämpfen. #standwithukraine

Helfen fängt beim Einkauf an: Aufrunden und spenden bei BUDNI

BUDNI ist dafür bekannt, bei Notfällen schnell zu handeln. Schon während der Hochwasserkatastrophe 2021 und zu Beginn der Corona-Krise hat sich das System "aufrunden und helfen" bewährt. Wer bei BUDNI einkauft, kann vor dem Bezahlvorgang angeben, auf welchen Betrag seine Einkaufssumme aufgerundet werden soll. Diesen Anteil spendet das Unternehmen. Auch auf den Krieg in der Ukraine hat BUDNI mit einer spontanen Spendenaktion reagiert.

Um das "Einsammeln" und die Weitergabe des Geldes kümmert sich der von Mitarbeitenden gegründete Verein BUDNIANER HILFE. Die Spenden gehen zu 100 Prozent an UNICEF zur Unterstützung von Kindern und Familien in der Ukraine. Natürlich könnt ihr das Hilfswerk auch direkt mit eurer Spende unterstützen – oder eine dieser Organisationen:

Sachspenden für die Ukraine: Sammelstellen in Hamburg

Natürlich ist finanzielle Hilfe nicht das Einzige, was die Menschen aus und in der Ukraine gerade benötigen. Insbesondere warme Decken, Kissen, Schlafsäcke und Ähnliches werden gebraucht. Auch in Hamburg gibt es Sammelstellen für Sachspenden an die Ukraine:

  • Fanräume im Millerntor-Stadion: Am Samstag, 5. März, ab 10 Uhr nimmt eine Initiative aus Hamburg mit Freunden und Familie in der Ukraine dort Spenden entgegen. Besonders benötigt werden unter anderem Isomatten, (Thermo-)Decken, Powerbanks, Erste-Hilfe-Kits, Hygieneprodukte, Windeln, Handtücher und unverderbliche Lebensmittel wie Konserven. Kleidung wird nicht gebraucht und angenommen. Mehr Infos findet ihr auf Instagram.
  • Eine weitere private Sammelstelle befindet sich noch bis Freitag, 4. März, in der Langenhorner Chaussee 180. Montags bis freitags nehmen Yana und Maria dort von 10 bis 20 Uhr Sachspenden an. Sie brauchen: unverderbliche Lebensmittel, Decken, Hygieneartikel, Medikamente. Weitere Informationen findet ihr auf den unter ihren Namen verlinkten Instagram-Profilen.
  • Der Verein Hanseatic Help ist Teil vom "Netzwerk Ziviler Krisenstab" geworden, um mit vielen anderen Organisationen die Verteilung und den Transport von Sachspenden deutschlandweit koordinieren zu können. Benötigt werden aktuell Woll- und Fleecedecken, Schlafsäcke, Hygieneartikel, haltbare Trockenlebensmittel und Babynahrung (Stand: 2. März 2022). Die Spendenannahme in der Großen Elbstraße 264 ist von Dienstag bis Samstag zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet.
  • Auch die Haspa beteiligt sich an der Sammelaktion von Hanseatic Help und hat 5.000 Decken bereitgestellt. Außerdem könnt ihr Schlafsäcke, Woll- und Fleecedecken bis Freitag, 11. März in allen 100 Filialen abgeben.

Werdet laut: Besucht Demos in Hamburg für den Frieden und die Freiheit in der Ukraine

Wow, das waren schon beeindruckende Bilder, als über 100.000 Menschen am 27. Februar in Berlin für das Ende des Krieges in der Ukraine demonstriert haben. Auch in Hamburg und der Umgebung werden weitere große und kleine Demos und Protestaktionen folgen. Am Samstag, 5. März, ist eine große Demonstration geplant, die um 12 Uhr am Jungfernstieg startet und sich dann über den Hachmannplatz bis zum Generalkonsulat der Ukraine am Schwanenwik bewegt. Dazu aufgerufen haben die Jugendorganisationen von SPD, Grünen, FDP und CDU. Eine gute Übersicht zu Protesten weltweit gibts auf der Website standwithukraine.live.

Zimmer frei? Hilfe für Menschen auf der Flucht

In den nächsten Wochen werden immer mehr geflüchtete Menschen aus der Ukraine Deutschland erreichen und eine sichere Unterkunft benötigen. Ihr habt ein Zimmer frei? Dann helfen euch die folgenden Adressen!

  • Auf der Plattform elinor könnt ihr euch registrieren, wenn ihr einen Schlafplatz anbieten möchtet.
  • Auch die Initiative #LeaveNoOneBehind hat eine Plattform entwickelt, über die sich Helfende vernetzen können. Hier habt ihr nicht bloß die Möglichkeit, eine Unterkunft anzugeben, sondern könnt auch direkt Übersetzungen, juristische Beratung oder eure Unterstützung bei Transporten anbieten.
  • Auf lokaler Ebene ist das Bündnis Hamburger Flüchtlingshilfe (BHFI) eine gute Anlaufstelle. Schreibt eine Mail an folgende Adresse, wenn ihr Menschen aus der Ukraine übergangsweise bei euch aufnehmen möchtet: ukrainehelfen@bhfi.de
  • Auch die Hamburger Freiwilligenagenturen haben ein Informationsportal auf die Beine gestellt, das Adressen zu verschiedenen Arte von Partizipation sammelt: ehrenamtliches Engagement, Unterkünfte, (Sach-)Spenden und Infos für Menschen aus der Ukraine stehen dabei im Fokus.

Auch sie brauchen euch: So könnt ihr Tieren in der Ukraine helfen

Auch Haus- und Straßentiere leiden unter dem Angriffskrieg in der Ukraine und benötigen Hilfe, genauso wie die Tierheime. So hat die polnische Centaurus Stiftung einen Transportkonvoi organisiert, um Hunde und Katzen über die Grenze zu bringen und sucht dafür noch Fahrer. Andere Organisationen könnt ihr mit Geld- und Futterspenden unterstützen. Eine gute Übersicht findet ihr zum Beispiel auf der Facebook-Seite von Hamburgs veganem Supermarkt Twelve Monkeys.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.