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HOCHBAHN
Horn

U4 in Horn: Die Bauarbeiten beginnen im Sommer

Die lange geplante Verlängerung der U4 in Hamburgs Osten geht in die heiße Phase: Ab Sommer 2020 sollen die Bauarbeiten an der Horner Rennbahn starten. Von dort geht es dann in Richung Horner Geest.


Im Juni 2019 wurden die Namen der beiden neuen U4-Haltestellen im Hamburger Osten verkündet: Stoltenstraße und Horner Geest werden die U4 anschließend an die Horner Rennbahn Richtung Osten verlängern. Für 13.000 Hamburger halbiert sich dadurch die Fahrtzeit in den Innenstadtbereich. Wo sie jetzt noch auf Busse angewiesen sind, werden sie das Schnellbahnnetz fußläufig, also in weniger als 720 Metern, erreichen können.

Fertigstellung für 2026 geplant

Seit Februar laufen die Vorbereitungen, im Sommer 2020 starten die Bauarbeiten. An der Station Horner Rennbahn entsteht dann ein neues Gleis. Zusätzlich werden 1,9 Kilometer Bahn-Strecke sowie 700 Meter zur Ausfädelung gebaut. Jeder Streckenabschnitt wird viereinhalb Jahre Bauzeit erfordern. Ende 2026 soll die Verlängerung fertig sein. Die Kosten? Rund 511 Millionen Euro.

Abschnittsweise in offener Bauweise

Horn hat einen hohen Grundwasserspiegel, auch der Baugrund ist schwierig. Der geplante Tunnel wird deshalb nicht besonders tief, abschnittsweise und in offener Bauweise entstehen. Die Station Horner Geest wird in 14 Meter Tiefe liegen, die Stoltenstraße in zwölf. Bei der Horner Rennbahn sind es sogar nur zehn Meter. Es ist mit Baugruben von bis zu 160 Meter Länge und 20 Meter Breite zu rechnen. Oberflächen der fertigen Abschnitte sollen sofort wiederhergestellt werden, um die Anwohner möglichst wenig zu belasten. Etwa ein Jahr soll es aber dauern, bis das möglich ist. Danach wird ein weiteres Jahr Bauzeit für die Ausstattung des Tunnels untertage berechnet.

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Anwohner protestieren: "Rettet Horn"

In der Bürgerinitiative "Rettet Horn" regt sich Protest: Es gäbe anwohnerschonendere Bauweisen, die nur weniger wirtschaftlich wären. Sie halten sechs Jahre offene Bauweise von 7 bis 20 Uhr für eine starke Belastung. Zudem beklagt die Initiative die Fällung von 770 Bäumen und und Sträuchern sowie die Bedrohung zahlreicher Vogel- und Fledermausarten durch den Bau. Die Hochbahn plant, die gefällten Bäume zu ersetzen. Der Baulärm sei zwar eine unvermeidbare und starke Belastung, der spätere Nutzen überwiege aber. Eine Fünf-Minuten-Taktung der Busse, wie von der Linken gefordert, vertopfe lediglich die Straßen.

Vorbereitungen erfordern Umleitungen

Bevor der eigentliche Bau erfolgen kann, müssen Zugänge für Wasser, Strom, Gas, Fernwärme und Kommunikation vorhanden sein. Dementsprechend müssen die betroffenen Straßen gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. Das gilt für die Horner Rennbahn, die Manshardtstraße und die Kreuzung von Sandkamp und Hermannstal. Die Sperrungen werden bis 2023 andauern. Auch in Baustellennähe müssen Flächen für Lagerung des Aushubs zweckentfremdet werden. Nach Angaben der Hochbahn können das bis zu 500 Kubikmeter am Tag werden. Betroffen sind Sportplätze der Schule Beim Pachthof und der Grundschule Speckenreye sowie umliegende Grundstücke und die Horner Rennbahn selbst.

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