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picture alliance / Christophe Gateau/dpa
Hamburg

Streit ums Gängeviertel beigelegt: Bis 2094 übernehmen die Künstler

Nach zehn Jahren haben sich die Stadt Hamburg und die Künstler-Genossenschaft über die Zukunft des Gängeviertels geeinigt. Wir verraten euch, wie es jetzt weitergeht.


Endlich Einigung! Die Zukunft des Hamburger Gängeviertels liegt ab jetzt in den Händen der Gängeviertel-Genossenschaft. Am 25. Juni 2019 hatten sich der Hamburger Senat und die Künstler geeinigt. Für die nächsten 75 Jahre erhält die Genossenschaft einen sogenannten Erbbaurechtsvertrag.

Künstler-Genossenschaft übernimmt das Ruder

Was heißt das genau? Die Stadt bleibt Eigentümer des Grundstücks. Aber die Künstler haben die volle Verantwortung für Instandhaltung, Vermietung und Nutzung der denkmalgeschützten Gebäude. Drei der zwölf Häuser wurden bereits saniert, der Rest soll nun nach und nach folgen. Dabei sollen auch 63 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Wichtig ist der Genossenschaft aber vor allem die Erhaltung des Gängeviertels als Kulturstätte.

Gängeviertel: Verhandlungen dauerten 10 Jahre

2009 wollte ein niederländischer Investor einen Großteil der Gebäude im Gängeviertel abreißen lassen. Um das zu verhindern, taten sich rund 200 Künstler und Aktivisten zusammen und besetzten das Viertel. Mit Erfolg: Die Stadt machte den Verkauf daraufhin rückgängig. Bis zur Einigung hat es aber noch mal gut zehn Jahre gedauert. Umso größer ist jetzt die Freude: "Eine Selbstverwaltung ist das, was wir von Anfang an wollten", kommentierte Christine Ebeling von der Gängeviertel-Genossenschaft die Einigung mit der Stadt.

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