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Rekorde Hamburg Elbphilharmonie
Unsplash/Jonas Tebbe
Hamburg

Stadt der Superlative: Diese 10 Rekorde hält Hamburg

Ganz klar, für uns ist Hamburg sowieso die schönste, die tollste und überhaupt beste Stadt der Welt. Ein Superlativ an sich. Und von den vielen Brücken habt ihr sicher schon mal gehört. Mehr als 2.500 sind es übrigens, so viele hat keine andere Stadt in Europa. kiekmo verrät euch 10 weitere Rekorde.


Der größte Parkfriedhof

Im weltweiten Vergleich reicht es für den Titel des größten Friedhofs zwar nicht – da gewinnt Chicago. Der Ohlsdorfer Friedhof ist aber der weltweit größte Parkfriedhof. Unglaubliche 389 Hektar misst die Anlage und beherbergt über 200.000 Grabstätten. Auf 17 Kilometern Straßen und 80 Kilometern Wegen besitzt er sogar zwei eigene Buslinien! Und er ist bei weitem nicht nur ein Ort der Trauer. Stattdessen lädt er auch zum Spazieren und Entdecken ein. Viele verschiedene Pflanzen und heimische Tiere könnt ihr auf dem riesigen Areal finden. Außerdem gibt es historische Fakten zu lernen, prunkvolle Bauten und, na klar, hunderte Jahre alte Gräber zu bestaunen. Zum Vergleich: Der Vatikan misst nur 44 Hektar.

Die längste U-Bahn-Linie

Vielleicht wusstet ihr, dass die U3 zu den ältesten Bahnen Deutschlands gehört. Hättet ihr aber gedacht, dass die U1 die längste U-Bahn-Linie des Landes ist? Über stolze 55 Kilometer Stecke passiert sie im Zehn-Minuten-Takt zwischen Norderstedt und Großhansdorf/Ohlstedt insgesamt 47 Stationen. Dabei verlaufen 13,4 Kilometer im Tunnel. Die Fahrt mit der blauen Linie dauert dabei 76 Minuten bis Ohlstedt und sogar 84 Minuten bis Großhansdorf. Rekord! In Volksdorf erfolgt die Gabelung.

Hamburg ist führend im sozialen Wohnungsbau

2019 bewilligte der Hamburger Senat den Bau von über 3.500 neuen Sozialwohnungen. Das ergibt 192 neue Wohnungen pro 100.000 Einwohner. Damit führt Hamburg im deutschlandweiten Vergleich – mit Abstand! Beim zweiten Platz Bremen sind es nur 72 neue Sozialwohnungen pro 100.000 Anwohner. Auch 2020 sollen für 300 Millionen Euro noch mehr Sozialwohnungen entstehen. Der Mietpreis dieser Wohnungen liegt bei 6,50 Euro pro Quadratmeter – der aktuelle Mietspiegel bei knapp 13 Euro pro Quadratmeter. "Wir setzen alles daran, Hamburg als 'Stadt für Alle' zu erhalten", sagte Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) laut NDR.

Die älteste Polizeiwache

1840 eröffnete die Davidwache auf St. Pauli. Die älteste Polizeiwache der Welt (!) hat gleichzeitig das europaweit kleinste Reviergebiet. Nur 0,92 Quadratkilometer und 14.000 Bewohner liegen in der Verantwortung der Beamten auf dem Kiez. Dafür hat das Kommissariat 15 sicher auch einen der turbulentesten Einsatzbereiche, besonders am Wochenende.

Der älteste Leuchtturm

Ja, richtig gelesen! Wenn auch leicht vergessen, die Insel Neuwerk in der Nordsee gehört zu Hamburg – genauer gesagt sogar zum Bezirk Mitte (ja, irgendwie absurd)! Und dort steht das älteste nicht-kirchliche Gebäude der deutschen Küste: Der Neuwerker Leuchtturm. Zwischen 1300 und 1310 wurde er errichtet und trotzt seitdem Wind und Wetter. Früher diente er als Wehrturm, erst seit 1815 leuchtet er. Und holt damit direkt noch den Rekord als ältester Feuerträger Deutschlands. Seit 1925 ist er denkmalgeschützt. Die sieben Zimmer des Leuchtturms werden heute als Pension genutzt. Von Cuxhaven aus erreicht man die Insel bei Ebbe mit dem Wattwagen oder bei Flut mit der MS Flipper.

Die größte Flussinsel

Wilhelmsburg ist nicht nur der größte Stadtteil Hamburgs, sondern auch Deutschlands größte Fluss- bzw. Binneninsel. Von traumhaften Altbauten im Norden über urbane Neubauten der IBA bis zu reetgedeckten Backstein- und Fachwerkhäusern im dörflichen Ambiente im Süden – Wilhelmsburg ist so vielseitig wie kaum ein anderer Stadtteil. Sogar eine Windmühle gibt es nahe der S-Bahn-Station. Als Flussinsel mangelt es natürlich nicht an Wasser und viel, viel grün. Über den Wilhelmsburger Loop lässt es sich herrlich spazieren, radeln oder skaten. Die Kanäle laden zum paddeln ein. Inselpark, Deich, das alte Schleusengelände, der Veringkanal, die Honigfabrik,.. hach! Fatih Akin drehte sogar mal einen Film über das Soul Kitchen. Wir könnten jetzt noch viel, viel mehr erzählen, aber geht doch einfach mal selbst auf Entdeckungstour.

Die meisten Wochenmärkte

Überlegt mal, gibt es in eurer Nähe einen Wochenmarkt? Wahrscheinlich ist es, denn insgesamt finden in Hamburg über 100 statt – und damit mehr als irgendwo sonst in Europa. Mit dem Isemarkt unter der Hoheluftbrücke hat Hamburg zusätzlich den längsten Feiluftmarkt Europas. Allein wegen der einzigartigen Atmosphäre des Standorts lohnt sich ein Besuch. Aber auch die frischen regionalen Köstlichkeiten, Gewürze, Süßes, Blumen und Pflanzen können sich sehen, riechen und vor allem schmecken lassen. Klönschnack gibt's meistens gratis dazu. Ist doch auch viel schöner als im Supermarkt, oder?

Der größte Lagerkomplex

Zwischen 1885 und 1927 wurde die Hamburger Speicherstadt auf den einstigen Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm auf rund 3,5 Millionen Eichenpfählen errichtet. Am 29. Oktober 1888 weihte Kaiser Wilhelm II den ersten Abschnitt ein. Etwa 1,5 Kilometer zwischen Baumwall im Westen und Oberbaumbrücke im Osten mal 250 Meter zwischen Zollkanal im Norden und Sandtorkai im Süden zieht sie sich am Hafen entlang. Die Speicherstadt ist mit ihren 26 Hektar der weltweit größte historische Lagerhauskomplex ihrer Art. Kein Wunder, dass sie seit 1991 unter Denkmalschutz steht und seit 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Nicht nur das macht sie zu einem der besten Fotospots in Hamburg.

Das Gebäude der Superlative

Eigentlich könnten wir für die Elbphilharmonie eine ganz eigene Liste aufmachen: Ein derartiges Gebäude hat es noch nie gegeben. Mit ihren 110 Metern ist sie Deutschlands höchstes Konzerthaus. Der Aufbau aus Stahl und Glas thront auf dem Nachbau des ehemaligen Kaiserspeicher A, dem damals größten Speicher im Hafen. 200.000 Tonnen – so viel wie 722 A-380-Flugzeuge – wiegt das jüngste Wahrzeichen Hamburgs, 18.000 davon sind Stahl. Der Eiffelturm bringt im Vergleich "nur" 7.300 Tonnen auf die Waage. 16.000 Quadratmeter nimmt allein die Glasfassade ein – damit könnte man mehr als zwei Fußballfelder auslegen. Der große Konzertsaal "schwebt" ummantelt mit zwei Betonschalen auf 362 Stahlfedern akustisch entkoppelt vom Rest des Gebäudes. Natürlich sind auch die extremen Bauzeiten und astronomischen Kosten für all das nicht zu verachten – damit stellt sie auch in Sachen Fehlplanung einen Rekord auf. Zudem ist sie Deutschlands teuerstes Wohnhaus. Bis zu 25.000 Euro (!!!) kostet hier der Quadratmeter. Wer eine Nacht im Hotel des Gebäudes verbringen will, kann bis zu 3.000 Euro pro Nacht zahlen. Das günstigste Zimmer ist mit 220 Euro da ja geradezu ein Schnäppchen.

Das kleinste Restaurant

In Kirchwerder direkt an der Elbe steht das Alte Zollenspieker Pegelhäuschen. 1992 wurde das Original von 1880 abgerissen, später jedoch wieder originalgetreu aufgebaut. Es bietet einen herrlichen Blick über das Wasser. Im Gastraum steht – kein Witz – ein einziger Tisch, an dem maximal vier Personen essen können. Privater geht es wirklich nicht. Ihr fragt euch jetzt, wie das überhaupt möglich ist? Das Pegelhäuschen gehört zum Zollenspieker Fährhaus, das weiteren Gästen Platz bietet und ein beliebter Ort für Hochzeitsfeiern ist. Die Geschichte des Gebäudes geht zurück bis ins Jahr 1252. Zudem ist es der südlichste Punkt Hamburgs! Für 149 Euro pro Person könnt ihr zu zweit, dritt oder viert auf Reservierung ein exklusives Vier-Gänge-Menu genießen. Das nennen wir mal einen persönlichen Service!

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