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Shutterstock / Natascha Kaukorat
Billstedt

Hein-Klink-Stadion soll vor Überschwemmungen schützen

Hier soll zukünftig nicht nur gekickt, sondern auch Wasser gespeichert werden: im Hein-Klink-Stadion in Billstedt. So will sich Hamburg vor überschwemmten Kellern und Unterführungen schützen.


Der Klimawandel und die zunehmende Bebauung bleiben auch für Hamburg nicht ohne Folgen. Laut Experten wird es in Zukunft zwar an weniger Tagen regnen, dafür aber umso heftiger. Damit steigt auch die Überschwemmungsgefahr. Ein innovatives Projekt soll dem künftig vorbeugen. Das Hein-Klink-Sportstadion in Billstedt soll zu einem XXL-Wasserspeicher umgebaut werden. Heißt konkret: Es werden unterirdische Rigolen eingebaut, die das Speichern und Versickern von Wasser übernehmen. So könnten bis zu 500 Kubikmeter Wasser aufgenommen werden – ein perfekter Puffer für zukünftige Starkregenfälle, die bis dato die Regenwassersiele der Stadt überlasten. In absoluten Notfällen könnte sogar das Stadion selbst geflutet werden, um zu verhindern, dass Straßen und Co. überschwemmt werden. In Billstedt ist von Überflutungen vor allem die Möllner Landstraße in der Nähe der U-Bahnstation Merkenstraße häufig betroffen.

Hamburg soll zur "Schwammstadt" werden

Mit dem Projekt "RISA" (Regeninfrastrukturanpassung), an dem auch der Wasserversorger Hamburg Wasser beteiligt ist, will Hamburg in naher Zukunft auf größere Niederschlagsmengen adäquat reagieren können. Der Stadion-Umbau ist Teil dieses Projektes und einer von vielen Schritten, die dabei helfen sollen, Hamburg zur "Schwammstadt" umzugestalten. So ließe sich Regenwasser kontrolliert aufnehmen und abgeben, statt es bloß zu kanalisieren – ein innovativer und nachhaltiger Schutz vor künftigen Sturmfluten, der Erwartungen zufolge zweimal im Jahr benötigt würde.

Kein Fußballfan?

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