Direkt zum Inhalt
Große Freiheit Hamburg
Unsplash / Michael Kucharski
Hamburg

Angebote für Geimpfte und Genesene: Senat beschließt 2G-Option

Der Hamburger Senat hat nun beschlossen, was schon länger im Gespräch ist: die sogenannte 2G-Option. Was das genau heißt und wer das neue Modell nutzen kann, lest ihr hier.


Ab kommenden Samstag wird es in Hamburg neben dem 3G-Modell auch das 2G-Modell geben. Kurz zur Erklärung, damit es keine Missverständnisse gibt:

3G = geimpft, genesen, getestet

2G = geimpft, genesen

Mit der 2G-Option will der Hamburger Senat Publikumseinrichtungen und der Gastronomie die Möglichkeit geben, Angebote ausschließlich für Geimpfte und Genesene zu machen. Es kann aber auch weiterhin das 3G-Modell genutzt werden. In der Landespressekonferenz am 24. August 2021 betonte der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher, dass die 2G-Option ausdrücklich nur eine Option sei.

So funktioniert das 2G-Modell

Wer die Option nutzt, kann Gäste wieder fast so empfangen wie vor der Pandemie: keine Abstandsregeln, keine Testpflichten, keine Sperrfrist, keine coronakonformen Sitzplatzanordnungen oder Ähnliches. Einzig die Maskenpflicht bleibt, so wie ihr sie kennt, bestehen. Es müssen allerdings Zugangskontrollen eingerichtet werden. Gäste müssen vor Eintritt ihren Impf- oder Genesenennachweis sowie einen Lichtbildausweis vorzeigen.

Wer kann die Option nutzen?

Die 2G-Option kann für Museen, Theater, Sportevents, Clubs, Kinos, Hotels, Gastronomie und Veranstaltungen aller Art angemeldet werden. Damit sind auch private Feiern gemeint. Zusätzlich werden die zulässigen Kapazitäten bei 2G-Veranstaltungen verdreifacht. Außen sind dann im Freien 2.000, innen 1.300 Personen erlaubt. Einzige Ausnahme: Wenn getanzt wird, verringert sich die Personenzahl (außen: 750 Personen, innen: 150 Personen). Und: Tanzen ist in Innenräumen weiterhin nur mit Maske erlaubt. Wichtig: Die 2G-Option muss vorher angemeldet werden. Das ist ab 28. August 2021 online möglich.

Was ist mit Kindern und Jugendlichen?

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre können 2G-Angebote vorerst auch in Anspruch nehmen, obwohl sie nicht geimpft sind. Da die Ständige Impfkommission die Impfung nun auch für die Gruppe der 12- bis 17-Jährigen empfohlen hat, wird diese Ausnahme aber nur für sechs Wochen in Kraft sein. Danach gilt sie nur noch für unter 12-Jährige. Für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen noch nicht impfen lassen können wie zum Beispiel Schwangere, gibt es keine Ausnahmeregelung. "Mittlerweile haben zwei Drittel aller Hamburger mindestens eine Impfung gegen Corona erhalten", berichtet Peter Tschentscher. Bei den Geimpften liege die Inzidenz bei unter 5.

2G-Option soll langfristig bestehen bleiben

Wichtig zum Verständnis: Im Gegensatz zur 3G-Regel, die gekippt werden könnte, wenn sich die Infektionslage verschärft, soll die 2G-Option langfristig gelten. Einen generellen Lockdown wird es nicht mehr geben. "Das ist eine gute Nachricht", betont die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank. "Die 2G-Option ist eine Entscheidung für mehr Freiheit und ein Schritt in Richtung Normalität."

Weitere neue Corona-Regeln in Hamburg

Im Hamburger Einzelhandel entfällt ab Samstag die Pflicht zur Kontaktnachverfolgung etwa per Luca-App. Außerdem wurde die Gültigkeit von Corona-Tests verkürzt: PCR-Tests sind ab sofort höchstens 48 Stunden gültig, Schnelltests höchstens 24 Stunden. Damit ihr immer auf dem Laufenden bleibt, könnt ihr bei uns nachlesen, was aktuell in Hamburg gilt: Corona-Regeln in Hamburg.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Mehr lesen über

App Download

Dir hat der Artikel gefallen?
Mehr gibt’s in der App!

Neuigkeiten, Tipps, Rabatte, Verlosungen und vieles mehr aus Hamburg.