Direkt zum Inhalt
Gänsemarktpassage
kiekmo
Neustadt

Es ist soweit: Die Gänsemarktpassage hat für immer geschlossen

Linda Bernhof
Linda Bernhof

Schon länger ist bekannt, dass die Gänsemarktpassage abgerissen werden soll und nun wird es ernst. Der Rückbau steht kurz bevor und ein Neubau bereits in den Startlöchern.

Bis Ende März mussten alle Mieter aus der Gänsemarktpassage ausziehen und seit dem 1. April 2022 hat sie geschlossen. Endgültig. Dem Gebäude mit der charakteristischen grünen Metallfassade steht der Abriss bevor.

Die Gänsemarktpassage gibt es seit den 1970er-Jahren

Für viele gibt es die Gänsemarktpassage in der Innenstadt, seitdem sie denken können. Gebaut wurde sie bereits Ende der 1970er-Jahren. Manche von euch kennen vielleicht noch den benachbarten Ufa-Palast. Weniger bekannt ist wohl das Traditionsunternehmen Klockmann, das Reisetaschen und -koffer verkauft, und in der Gänsemarktpassage zu Hause war. Das Block House im ersten Stock war sogar lange der umsatzstärkste Standort des Steakhauses. Viele kleine Ären gehen hier zu Ende.

Lessinghöfe ersetzen beliebte Passage

Seit 2019 ist die Signa, die auch den Elbtower plant, Eigentümerin der Passage. Sie will den Bau abreißen lassen und ihn durch ein modernes Gebäudeensemble mit Büro-, Wohn- und Geschäftsflächen ersetzen. Der Entwurf der Architekten von BIWERMAU zeigt drei urbane Gebäude mit heller Fassade, die durch Innenhöfe miteinander verbunden sind. Bestand die Gänsemarktpassage noch aus Einzelhandels- und Büroflächen, sollen Einzelhandel und Gastronomie in den Lessinghöfen nur noch im Erdgeschoss stattfinden. Der Fokus soll auf Büros liegen. Hinzu kommen 30 hochwertige Wohnungen, von denen die Hälfte öffentlich gefördert sein soll. 

Die Zukunft der Gänsemarktpassage

Was die Mieter angeht, will Signa vor allem auf kleine Manufakturen und Unternehmen setzen. So könnten etwa ein Schuster und eine Kaffeerösterei einziehen. Baubeginn ist für April 2023, Fertigstellung für April 2025 geplant. Zunächst aber wird der Rückbau der Gänsemarktpassage eine große Lücke am Gänsemarkt hinterlassen.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit. 

Quellen zum Text: