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Gänsemarktpassage
kiekmo
Neustadt

Es ist so weit: Abrisstermin der Gänsemarkt-Passage steht fest

Linda Bernhof
Linda Bernhof

Schon länger ist bekannt, dass die Gänsemarkt-Passage abgerissen werden soll und nun wird es ernst. Der Rückbau steht kurz bevor und ein Neubau bereits in den Startlöchern. Die Eigentümerin hat jetzt auch einen konkreten Zeitpunkt genannt.

Bis Ende März mussten alle Mieter aus der Gänsemarkt-Passage ausziehen und seit dem 1. April 2022 hat sie geschlossen. Endgültig. Dem Gebäude mit der charakteristischen grünen Metallfassade steht der Abriss bevor. Im Gespräch mit NDR 90,3 hat die Eigentümerin SIGNA Real Estate nun auch bekanntgegeben, wann es so weit sein wird. Schon im September dieses Jahres rollen die Bagger an.

Die Gänsemarkt-Passage gibt es seit den 1970er-Jahren

Für viele gibt es die Gänsemarkt-Passage in der Innenstadt, seitdem sie denken können. Gebaut wurde sie bereits Ende der 1970er-Jahren. Manche von euch kennen vielleicht noch den benachbarten Ufa-Palast. Weniger bekannt ist wohl das Traditionsunternehmen Klockmann, das Reisetaschen und -koffer verkauft, und in der Gänsemarkt-Passage zuhause war. Das Block House im ersten Stock war sogar lange der umsatzstärkste Standort des Steakhauses. Viele kleine Ären sind damit hier zu Ende gegangen.

Ein Neubau ersetzt die beliebte Passage

Seit 2019 ist die SIGNA Real Estate, die auch den Elbtower plant, Eigentümerin der Passage. Sie will den Bau abreißen lassen und ihn durch ein modernes Gebäudeensemble mit Büro-, Wohn- und Geschäftsflächen ersetzen. Der Entwurf der Architekten von BIWERMAU zeigt drei urbane Gebäude mit heller Fassade, die durch Innenhöfe miteinander verbunden sind. Bestand die Gänsemarkt-Passage noch aus Einzelhandels- und Büroflächen, sollen Einzelhandel und Gastronomie im Neubau nur noch im Erdgeschoss stattfinden. Der Fokus soll auf Büros liegen. Hinzu kommen 22 hochwertige Wohnungen in den oberen Stockwerken, von denen sechs öffentlich gefördert sein sollen. 

Die Zukunft der Gänsemark-Passage

Was die Mieter angeht, will Signa vor allem auf kleine Manufakturen und Unternehmen setzen. So könnten etwa ein Schuster und eine Kaffeerösterei einziehen. "Es wird vielfältiger, es wird bunter und es kommt uns auch auf die Mischung der Nutzung dort an", sagte SIGNA-Chef Timo Herzberg gegenüber NDR 90,3. Baubeginn ist für April 2023, Fertigstellung für April 2025 geplant. Zunächst aber wird der Rückbau der Gänsemarkt-Passage eine große Lücke am Gänsemarkt hinterlassen.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit. 

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