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Hakverdi / Wiesner
Hamburg

Neuer S-Bahn Ring? So sieht der Entwurf der S33 aus

Der Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi fordert einen neuen S-Bahn-Ring im HVV. Er soll den Hamburger Süden einschließen und bisherige Knotenpunkte entlasten. Wie er die S33 plant, lest ihr hier.


Wer regelmäßig S3 fährt, kennt die Probleme: Überfüllung und Ausfälle sind quasi an der Tagesordnung. Besonders südlich der Innenstadt sind die Zustände im Berufsverkehr eigentlich untragbar. Man muss morgens zur Arbeit, passt aber nicht mehr in die Bahn? Standard. Barrierefreiheit? Fehlanzeige. Metin Hakverdi, Bundestagsabgeordneter für Harburg, Wilhelmsburg und Bergedorf, stellt sich dem Problem. Eine neue Ringbahn soll her, um den totalen Kollaps des öffentlichen Verkehrs zu vermeiden. Denn Stadtteile wie Wilhelmsburg und Neugraben erhalten laufend Bevölkerungszuwachs.

Die Lösung: Ringbahn S33 als Entlastungsprojekt

Inspiriert von den Verkehrsnetzen anderer Metropolen, fordert Hakverdi die Errichtung einer Ringbahn.Vor allem der Hamburger Hauptbahnhof ist zu Stoßzeiten als Dreh- und Angelpunkt völlig überlastet.Dem soll entgegengewirkt werden. Die Ringbahn S33 würde die Verteilung der Fahrgastströme an mehrere Knotenpunkte gewährleisten – und Fahrgästen Zeit sparen. Sie müssten nicht erst ins Zentrum fahren, um die Bahn zu wechseln. Sollte die S33 realisiert werden, wäre sie nach der U3 die zweite Ringbahn Hamburgs. Diese ging 1912 als erste Linie der Hochbahn an den Start. Danach wurde das Hamburger Streckennetz sternförmig aufgebaut. Pendler von Neugraben nach Altona etwa müssen durch dieses System 20 Kilometer Umweg auf sich nehmen.

Neuer Elbtunnel zur Entlastung der Innenstadt

Ein Elbtunnel für die S-Bahn soll Altona direkt mit dem Süden verbinden – ohne Umweg durch die Innenstadt.Hakverdi stützt sich auf den Plan des Harburger Politikers Frank Wiesner:Die Strecke soll parallel zur Autobahn über Haltestellen in Waltershof, Hausbruch, Borstelbek und Heimfeld nach Harburg führen. Von dort führe sie auf der Strecke der S31 zurück nach Altona. Eine Nutzung der Gleisanlagen der Hafenbahn und Anbindung an das bestehende Netz wären eine denkbare und kostengünstige Option. Waltershof erreicht man aktuell nur per Fähre.

U4 über Wilhelmsburg nach Harburg

Außerdem plant Hakverdi eine bessere Vernetzung von Hamburgs größtem Stadtteil: Wilhelmsburg soll mindestens vier neue Haltestellen bekommen. Dafür plant er die Weiterführung der U4 von den Elbbrücken über den Kleinen Grasbrook und Wilhelmsburg nach Harburg. Aktuell sind Wilhelmsburger größtenteils auf den Busverkehr angewiesen.

Ob Hakverdi die Finanzierung des Plans bewirken kann, bleibt abzuwarten. Allein der Bau eines neuen Elbtunnels wäre ein Milliardenprojekt.Das aktuelle Nadelöhr im öffentlichen Verkehr sei allerdings nicht tragbar. Der drohende "Verkehrsinfarkt" um Harburg hätte Auswirkungen auf den gesamten norddeutschen Raum, so Hakverdi. Auch die gesetzten Klimaziele seien nicht realisierbar, wenn Pendlern eine attraktive Alternative zum Auto fehle.

Neues im HVV

Gibt es bald eine Stadtbahn zwischen Bergedorf und Geesthacht? Welche Hamburger Bahnstationen sind barrierefrei? Noch mehr Neues im aus dem HVV lest ihr bei kiekmo.

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