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Lageplan Bauprojekt Diekmoor
GRÜNE Fraktion Nord/LGV
Langenhorn

700 Wohnungen für Langenhorn: Riesen-Bauprojekt sorgt für Streit

Es wird eines der größten Wohnungsbauprojekte Hamburgs: 700 Wohnungen sollen im Diekmoor in Langenhorn entstehen. Die Leidtragenden sind vor allem die hiesigen Kleingartenvereine.


Es war wohl nur eine Frage der Zeit: Mit 16 Hektar ist das Areal in Langenhorn die letzte große, zusammenhängende Fläche für den Bau von Wohnraum im Bezirk Nord. Hinzu kommt die Nähe zur U-Bahn-Station Langenhorn-Nord, die den Standort noch attraktiver macht. Kein Wunder also, dass der Senat das Bezirksamt Hamburg-Nord nun angewiesen hat, ein Rahmenplanungsverfahren für das Gebiet Diekmoor durchzuführen. Für die Kleingartenvereine, die hier angesiedelt sind, ist das eine Hiobsbotschaft.

60 Prozent der Wohnungen sollen öffentlich gefördert sein

"Diekmoor ist die letzte große Potenzialfläche für Wohnungsbau in Hamburg-Nord – und deshalb von gesamtstädtischer Bedeutung. Die etwa 700 Wohnungen werden vielen Menschen ein Heim in unserem Bezirk bieten, die sich die hohen Mieten andernorts nicht leisten können", erklärt der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN und Sprecher für Stadtentwicklung Timo B. Kranz. Mindestens 60 Prozent der 700 Wohnungen sollen öffentlich gefördert sein. Auch in Sachen Klimaschutz, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit sollen die Wohnungen hohe Anforderungen erfüllen.

Was passiert mit den Schrebergärten?

Für die Kleingartenbesitzer, die um ihre Stadtoasen fürchten müssen, ist das natürlich kein Trost. Zur Erhaltung des KGV Diekmoor haben sie eine Online-Petition ins Leben gerufen. Kritik kam auch von der CDU Hamburg-Nord: Bürgerrechte seien ausgehebelt worden. Der Versuch, die Planung für das Gebiet im Diekmoor zu stoppen, scheiterte jedoch. Immerhin: Ein Teil der Kleingärten soll wohl in das neue Wohnquartier integriert werden. Für den Rest sieht es aber nicht so gut aus. Das Bezirksamt will dazu in den Austausch mit den Vereinen treten. "Für den Ersatz derjenigen Kleingärten, die nicht auf der Fläche verbleiben können, muss gesorgt werden", stellt Kranz klar.

So gehts jetzt weiter

Der erste Schritt ist nun also die Rahmenplanung, für die das Bezirksamt auch eine intensive Bürgerbeteiligung anstrebt. Diese bildet dann die Basis für den städtebaulichen Wettbewerb. Erst danach kann das Bebauungsplanverfahren beginnen. Bis im Diekmoor konkret etwas passiert, dauert es also noch eine Weile.

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Gebaut wird ja eigentlich immer. Einige Baustellen sorgen aber für mehr Gesprächsstoff als andere. An diesen Bauprojekten in Hamburg kommen wir in diesem Jahr nicht vorbei.

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