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Was wird aus der Filiale von GALERIA Karstadt in Wandsbek?

Sirany Schümann
Sirany Schümann

Anders als andere Filialen konnte der Karstadt-Standort in Wandsbek 2020 noch gerettet werden. Doch die Zukunft ist trotzdem ungewiss. Mehr zu den Hintergründen erfahrt ihr hier.

Quasi in der letzten Sekunde konnte die Schließung von GALERIA Karstadt Kaufhof in Wandsbek im vergangenen Jahr noch verhindert werden. Ein neuer Mietvertrag zu vergünstigten Konditionen machte es möglich. Dieser läuft allerdings nur bis zum 30. April 2024. Der Eigentümer Union Investment Real Estate und der Bezirk Wandsbek müssen sich also so langsam schon mal Gedanken machen, was mit dem Areal passiert, falls es das Traditionskaufhaus nach Ende der Frist nicht mehr geben sollte.

Im Gespräch: Wohnungen und eine Markthalle

Erste Überlegungen kreisen um 150 bis 250 Wohnungen, Büros, Läden und eine Markthalle. "Wir streben einen Mix von etwa 45 Prozent Wohnen, 25 Prozent Büro beziehungsweise Praxen oder Bildungsangeboten und 30 Prozent Einzelhandel an", zitiert das Hamburger Abendblatt Fabian Hellbusch, den Leiter von Immobilien, Marketing, Kommunikation bei Union Investment. Für die Umsetzung der Pläne müsste allerdings ein Großteil der Wochenmarkt-Fläche hinter der Karstadt-Filiale und dem Wandsbeker QUARREE überbaut werden. Bis zu 4.000 der etwa 6.500 Quadratmeter könnten dann wegfallen. Der Wochenmarkt müsste sich also verkleinern – oder in eine mögliche neu gebaute Markthalle wandern.

Was wird aus dem Wandsbeker Wochenmarkt?

Unter den Betreibenden der Stände auf dem Markt findet diese Idee bislang keinen großen Anklang. Sie befürchten, dass sie in einer Halle höhere Standgebühren zahlen müssten. Die Möglichkeit, den eigenen Wagen als Auslage- und Verkaufsfläche zu nutzen, würde dadurch außerdem wegfallen. Die Mehrheit spricht sich daher gegen eine Verkleinerung oder einen Umzug des Wochenmarktes aus. Eine Markthalle käme höchstens als Ergänzung zum bestehenden Angebot infrage. Auch die einzelnen Fraktionen der Parteien sind sich noch uneinig. Konsens scheint immerhin darin zu bestehen, dass das Karstadt-Parkhaus und der nicht denkmalgeschützte Anbau des Warenhauses abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden sollten. Und auch der in die Jahre gekommenen Infrastruktur der Marktfläche würde eine Instandsetzung guttun.

Nicht nur in Wandsbek sucht man nach Lösungen …

… auch neue Ideen für die Innenstadt müssen her, um dem Leerstand entgegenzuwirken.

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Quellen zum Text: