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M. Schade
Elbvororte

Keine großen Osterfeuer mehr am Elbstrand

Maria Anderl
Maria Anderl

Ein Großevent muss weichen: Die Osterfeuer am Elbstrand sollen im gewohnten Ausmaß der Jahre vor Corona nicht mehr stattfinden. Die Gründe? Lest ihr hier.

Bis zu 25.000 Menschen waren laut Angaben der Hamburger Polizei in den Jahren vor Corona zu den Osterfeuern am Elbstrand gekommen. Eine Menschenanzahl, die man in Zukunft nicht mehr sehen soll. Das will das Bezirksamt Altona. Die Gründe seien finanzieller aber vor allem rechtlicher Natur, denn gewisse rechtliche Rahmenbedingungen haben sich geändert. Würde man die vormaligen Ausmaße beibehalten, müsste laut dem Bezirksamt für eine "verlässliche Absicherung und Infrastruktur" gesorgt werden.

Wer ist verantwortlich?

"Dazu bedarf einer Organisation durch einzelne oder mehrere sich verantwortlich zeigende, verlässliche Ansprechpartner*innen. Als potenzielle Ansprechpartner*innen hat sich bislang jedoch niemand hervorgetan", heißt es in der Stellungnahme des Bezirksamts, das kiekmo vorliegt. Wer gemeint ist? Die bekannten Feuerbauer.

Doch dass die Feuer komplett abgeschafft werden, will auch das Amt nicht: "Dem Bezirksamt Altona ist bewusst, dass die Osterfeuer am Elbstrand eine Jahrhunderte alte Tradition sind, die an Kinder weitergegeben wird und schützenswert ist. Aus diesem Grund möchte das Bezirksamt diese Tradition auch gerne erhalten, jedoch nicht in dem Ausmaß, das die Feuer zuletzt angenommen haben und welche mitunter zehntausende Besucher*innen angelockt haben."

Starke Reaktionen

Die Reaktionen auf das Vorhaben sind von Kritik geprägt. Das Hamburger Abendblatt berichtet von geplanten Anträgen zum Erhalt der bekannten Feuer seitens Altonaer CDU und SPD/FDP. Und auch in den Sozialen Medien gibt es deutliche Stimmen gegen das Aus. Selbst von der Möglichkeit eines Bürgerbegehrens ist hier die Rede. Ob es zu einem solchen Schritt tatsächlich kommen sollte, bleibt abzuwarten.

Die Tradition soll bestehen

Das Bezirksamt bekräftigt in der kiekmo vorliegenden Stellungnahme, dass man weiterhin an der Lösung des Konflikts interessiert sei: "Das Bezirksamt Altona sucht hierzu erneut das Gespräch. Dabei soll einmal mehr deutlich werden, dass es nicht darum geht, eine Tradition zu verbieten. Vielmehr möchte das Bezirksamt diese Tradition erhalten, jedoch nicht in dem Ausmaß, das die Feuer zuletzt angenommen haben und welche mitunter zehntausende Besucher*innen angelockt haben. Dies scheint, mit Blick auf die Diskussion in den sozialen Medien, aktuell noch nicht allen bewusst zu sein."

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Quellen zum Text: