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Unsplash/Loïc Mermilliod
Hamburg

Öko-Projekt: Ein grünes Dach für Hamburgs Bushaltestellen

Eine Wiese überm Kopf? Bald möglich, wenn die Idee, Hamburgs Bushaltestellen zu bepflanzen, genug Anhänger findet.


Die Idee kommt aus dem niederländischen Utrecht. Sie hat Fans unter Hamburgs Politikern. Und so könnte es dazu kommen, das die Bushaltestellen in der Hansestadt künftig anders aussehen. Irgendwie grüner eben. Der Plan, die Dächer der Wartehäuschen zu bepflanzen, soll Insekten und vor allem Bienen zugute kommen. Und den Menschen.

Mehr Nahrung für Insekten

Haltestellen eignen sich für das Öko-Projekt, weil sie eine gute Sonneneinstrahlung gewährleisten und selten voll im Wind stehen. Durch die Stadt surrenden Insekten könnten die Wiesen über den Köpfen der Wartenden ein zusätzliches Nahrungsangebot bescheren. Zudem erfüllen die begrünten und Regenwasser speichernden Dächer die Funktion einer Art Klimaanlage, im Sommer wird darunter weniger geschwitzt.

Öko-Projekt sorgt für weniger Feinstaub in der Luft

Doch nicht nur das, denn Befürworter weisen darauf hin, dass Pflanzen auch die in manchen Straßenzügen hohe Belastung mit Feinstaub mindern könnten, weil sie wie ein Filter wirkten. Als Vorbild für das Projekt dient die niederländische Stadt Utrecht, wo bereits hunderte Bushaltestellen mit winterfesten Pflanzen versehen wurden. Es wachsen Moos, Gräser und Blumen. Wildbienen und Hummeln freut das.

In Hamburg gibt's rund 10.000 Bushaltestellen. Denkbar ist ein Start mit einigen hundert Dächern, die als Pilotprojekt begrünt werden. Die Politik berät darüber.

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