Direkt zum Inhalt
Shutterstock / JTRILLOL
Wilstorf

Für neue Wohnungen: Fabrikhallen am Außenmühlenweg sollen weichen

Seit 140 Jahren stehen die Fabrikhallen am Außenmühlenweg in Wilstorf, nun sollen sie bald weichen. Spätestens 2021 wird abgerissen – um neuen Wohnraum zu schaffen.


Die alten Fabrikhallen der ehemaligen Schiffsmaschinenfabrik Christiansen & Meyer kennen Harburger dieser Tage vor allem als Heimat des Penny-Marktes. Aber auch die Spielhalle Live Arena und das Harburg-Huus, eine Hilfseinrichtung für Wohnungslose des Roten Kreuzes, finden sich hier. Insgesamt eine viel zu geringe und vor allem "der Lagegunst" nicht angemessene Nutzung für das knapp 10.000 Quadratmeter große Gelände, findet das Bezirksamt. Bis spätestens 2021 sollen die Fabrikhallen daher abgerissen werden. Nur das ehemalige Kontorgebäude am Ostrand des Geländes bleibt erhalten. Ein Investor will anstelle der alten Hallen Wohnraum entstehen lassen. Einen entsprechenden Bebauungsplan hat der Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung gerade beschlossen.

220 neue Wohnungen sollen entstehen

Das Konzept sieht eine Neubebauung mit mehreren fünf- und sechsgeschossigen Gebäuden inklusive Sockelgeschossen vor. 220 neue Wohnungen sollen geschaffen werden, in den Sockelgeschossen darunter ziehen wieder Gewerbe ein. Damit es die neuen Bewohner auch schön haben, sollen begrünte Innenhöfe als Spiel- und Erholungsflächen dienen. Autos von Anwohnern und Besuchern verschwinden in Tiefgaragen.

Die Kita, die Arztpraxen und der Tischfußballverein, die aktuell im früheren Kontorgebäude untergebracht sind, sind von diesem Plan nicht betroffen. Ob das auch für das Harburg-Huus gilt, ist derzeit unklar. Während Baudezernent Jörg Heinrich Penner verspricht, die sozial und kulturell genutzten Flächen erhalten zu wollen, wurde Harburg-Huus-Geschäftsführer Thorben Goebel-Hansen von seinem Vermieter bereits vorgewarnt: In zwei bis drei Jahren müsse die Hilfseinrichtung wohl weichen.

Vorsicht, Baustelle!

Bauprojekte können es nie allen recht macht, irgendwer beschwer sich immer. Aber hier ist man sich ausnahmsweise einig: Baustellen in Hamburg, über die sich alle lustig machen.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Mehr lesen über