Direkt zum Inhalt
Shutterstock/William Perugini
Hamburg

Neue Studie: Hamburg ist Deutschlands Stau-Hochburg

Wäre der Weg das Ziel, könnten sich Autofahrer in Hamburg glücklich schätzen. Denn laut aktueller TomTom-Studie dauert das Ankommen in der Hansestadt bundesweit durchschnittlich am längsten. Gründe dafür gibt es viele…


In keiner anderen deutschen Stadt müssen sich Verkehrsteilnehmer so sehr in Geduld üben wie in Hamburg. Denn laut einer aktuellen Tomtom-Studie war das Stau-Niveau in der Hansestadt 2018 bundesweit am höchsten. Im Schnitt mussten Autofahrer 33 Prozent mehr Zeit einplanen, als sie für die Strecke ohne Stau gebraucht hätten. Zur Rushhour im Berufsverkehr liegt die Zahl sogar bei 54 Prozent am Morgen und 59 Prozent am Abend. Donnerstags zwischen 16 und 17 Uhr sei die Verkehrsbelastung laut Studie besonders hoch. Dann klettere der Index sogar auf 64 Prozent. Besonders viel Zeit müssen Autofahrer in Hamburg auf Tarpenbekstraße, Sievekingsallee, Willy-Brandt-Straße, Bürgerweide und Heidenkampsweg einplanen. Damit zeigt sich auch: Nicht auf den Autobahnen ist besonders viel los, sondern innerstädtisch. Zum Vergleich: In Berlin liegt das tagesdurchschnittliche Stau-Niveau bei 31, in Stuttgart und München bei 30 Prozent.

Hohe Mieten und Arbeitssituation pushen das Stau-Niveau

Die Gründe für die hohe Verkehrsbelastung in Hamburg sind vielfältig. Die Tomtom-Studie zeigt aber: Es besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen Höhe der Mieten und Verkehrsaufkommen. Denn wo Wohnraum teuer ist, ziehen mehr Menschen ins Umland und pendeln zum Arbeiten in die Stadt. Müssen dann noch viele Arbeitnehmer ungefähr zur gleichen Zeit im Büro sein, konzentriert sich alles im Berufsverkehr und es kommt zum Stau. Insgesamt untersuchte Tomtom für seine Studie übrigens 403 Städte. Im globalen Vergleich ist immerhin nicht Hamburg Spitzenreiter, sondern Mumbai. In die Top 5 haben es außerdem Bogotá, Lima, Neu-Delhi und Moskau geschafft. Hier liegt das Stau-Niveau zwischen 56 und 65 Prozent. Hamburg belegt weltweit den 67. Platz – in der Hansestadt gibt es damit ähnlich viel Stau wie etwa in Luxemburg, Shanghai und Bratislava.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Mehr lesen über