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Marienthal

Marienthal Hamburg: 5 überraschende Fakten

Höchstens zweigeschossige Neubauten, ein Fußballverein und der große Matthias Claudius: Hier kommen fünf Fun-Facts über Hamburg-Marienthal, die ihr garantiert noch nicht kennt.


1. Marienthal in Hamburg: Bloß nicht zu hoch hinaus in Hamburgs Nordosten

Viel Grün und wenig Bebauung: Marienthal ist im Gegensatz zu anderen Ecken in Hamburg bis heute von Megabauprojekten verschont geblieben. Stattdessen gibt es eine eher einheitliche Bauweise mit schicken Vorstadtvillen und Einfamilienhäusern. Eine Bürgerinitiative brachte den Senat 2004 sogar dazu, den Bebauungsplan Marienthal 27 durchzuwinken. Dank ihm dürfen Neubauten im Stadtteil höchstens zweigeschossig sein.

2. Shopping-Wüste: Keine Supermärkte und Co.

Für manch einen mag es ein Minuspunkt sein, die Marienthaler wollen es jedoch ganz genau so: Shoppingmöglichkeiten gibt es in dem kleinen Stadtteil nahezu keine. Wer Einkaufszentren und Modehäuser à la H&M sucht, der wird enttäuscht. Selbst für Supermärkte oder Drogeriemärkte wie Budni müsst ihr über die Grenzen nach Wandsbek, Horn oder Jenfeld. Ein Kiosk wird so zum Mittelpunkt des alltäglichen Lebens in Marienthal Hamburg. Und: ein Aldi findet sich am Stadtrand, immerhin. Wir finden: diese Reduziertheit hat Charme!

3. SC Concordia: Kleiner Stadtteil, großer Fußballverein

Wer hätte das gedacht: In Marienthal wurde lange Zeit auf hohem Niveau Fußball gespielt. Der SC Concordia von 1907 brachte bekannte Spieler wie Holger Stanislawski, Piotr Trochowski und Jonathan Tah hervor und spielte jahrelang in der Regionalliga Nord. In den 1950er-Jahren schlug Concordia sogar Borussia Dortmund im Pokal und versammelte zu Heimspielen im Stadion Marienthal mehr als 6.000 Zuschauer. Aus finanziellen Gründen fusionierte der Verein 2013 mit dem TSV Wandsbek-Jenfeld und nennt sich nun Wandsbeker TSV Concordia.

4. Matthias Claudius: "Der Mond ist aufgegangen"

"Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen, am Himmel hell und klar." Na, klingelt, da was? Fast jeder kennt die melodischen Töne aus "Das Abendlied" von Matthias Claudius. Und der wiederum ist eines der bekanntesten Kinder Wandsbeks. 2015 wurde ihm zu Ehren sogar ein riesiges Denkmal an der Christuskirche in Marienthal-Hamburg enthüllt. Der Name lautet natürlich: "Der Mond ist aufgegangen".

5. Dänische Wurzeln: Marienthal in Hamburg gehörte gar nicht zur Hansestadt

Wusstet ihr, dass Marienthal und der große Nachbarstadtteil Wandsbek einst in dänischer Hand waren? Seit 1460 gehörte das Gut Wandsbek zum Königreich Dänemark. 1762 ließ der dänische Finanzminister Heinrich Carl Graf von Schimmelmann hier das Wandsbeker Schloss errichten. Rund 100 Jahre später wurde das Bauwerk abgerissen und musste Platz machen für noble Wohnhäuser – die Grundsteine des heutigen Marienthal in Hamburg.

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