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Kohlekraftwerk Moorburg von oben
Peter Bruns / Instagram / @peterbrunsfoto
Moorburg

Kohleausstieg: Kraftwerk Moorburg endgültig vom Netz genommen

Schneller Abschied: Nach einer nur kurzen Laufzeit von nicht einmal sechs Jahren ist das Kohlekraftwerk Moorburg nun endgültig stillgelegt worden. Am 7. Juli 2021 ging es vom Netz.


Auf eine lange Historie kann das Kohlekraftwerk Moorburg nicht zurückblicken. Im Jahr 2007 begannen die Bauarbeiten, 2015 wurde das Werk in Betrieb genommen, schon seit Ende 2020 produziert es keinen Strom mehr. Damit hat der Standort Moorburg gerade mal rund fünf Jahre Strom aus importierter Steinkohle geliefert, bevor er jetzt endgültig stillgelegt wurde.

Kraftwerk Moorburg: Schnellerer Kohleausstieg als gedacht

Als Vattenfall das Kraftwerk in Moorburg bauen ließ, ging der Konzern allerdings noch von einer Laufzeit bis Ende der 2030er-Jahre aus. Warum sich das Abschalten jetzt beschleunigt hat? Der schwedische Stromerzeuger hatte sich im vergangenen Jahr im Rahmen des Kohleausstiegsgesetzes an einer Auktion der Bundesnetzagentur beteiligt. Hierbei ging es darum, dass Unternehmen einen Zuschlag erhalten sollten, die für ein freiwilliges Abschalten von Kohlekraftwerken die geringste Entschädigungssumme forderten. Vattenfall bekam diesen Zuschlag und nimmt das Kraftwerk Moorburg daher jetzt schon deutlich früher vom Netz. Für das Gelände im Süden der Stadt gibt es auch schon neue Pläne. Bis 2025 soll hier eine Anlage entstehen, die grünen Wasserstoff aus überschüssigem Wind- und Solarstrom herstellt. "Moorburg ist wegen seiner Lage und Anbindung an Leitungen und Transportwege ein idealer Standort für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft", erklärte Umweltsenator Jens Kerstan.

Kohlekraftwerk Moorburg stand von Anfang an in der Kritik

Der Bau des Kohlekraftwerks Moorburg stand von Anfang an unter keinem guten Stern, weil sich früh Widerstand regte. Umweltschützende bezeichneten die Anlage, die als eine der modernsten ihrer Art in Deutschland galt, als Dreckschleuder und Klimakiller. Aktivisten besetzten die Baustelle und auch später klagten und protestierten Umweltschutzorganisationen und verhinderten so erfolgreich unter anderem eine geplante Fernwärmeleitung durch die Elbe. Rückblickend lässt sich wohl sagen, dass das Kraftwerk Moorburg nie wirtschaftlich war und sich rentiert hat – auch das spricht für den Kohleausstieg.

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