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osoya Schaefer Architects
Kleiner Grasbrook

Kleiner Grasbrook: Der Abriss des Überseezentrums beginnt

Mit dem Grasbrook gegenüber der HafenCity entsteht Hamburgs 106. Stadtteil. Bevor die Neubebauung beginnt, wird aber erstmal abgerissen. kiekmo hat die Pläne für euch.


Vom verlassenen Industriestandort zum futuristischen Viertel: Der Kleine Grasbrook am Südufer der Norderelbe soll künftig rund 6.000 Hamburgern Wohnraum und sogar 16.000 Menschen einen Arbeitsplatz bieten. In den letzten Jahren wurde das – gelinde gesagt – etwas vernachlässigte Areal zu einem der ambitioniertesten Bauprojekte in Hamburg.

HafenCity Hamburg

So soll das neue Quartier aussehen

Erklärtes Ziel der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dorothee Stapelfeld: ein grüner, lebenswerter und vielfältiger Stadtteil. Im April 2020 wurde der vorläufige Planungsentwurf veröffentlicht, der sich seitdem konkretisiert hat. Als Sieger des Architekturwettbewerbs ging das Team aus Herzog & de Meuron und den Vogt Landschaftsarchitekten hervor, die bereits die Elbphilharmonie konzipierten.

Neben 3.000 Wohnungen, von denen 1.000 öffentlich gefördert werden, sollen Forschungs- und Gewerbestandorte sowie Kitas, Grundschulen und Sport- und Kultureinrichtungen wie das neue Hafenmuseum dem Moldauhafen und Freihafenelbquartier neues Leben einhauchen. Das Hafentor-Quartier ist als spezifischer Start-up-Standort vorgesehen. Der sogenannte Volkspark Veddelhöft im Zentrum des Quartiers sowie eine glasüberdachte Flaniermeile direkt am Wasser dienen dazu, die Wohn- und Aufenthaltsqualität zu steigern. Auch die Verbindung zu den umliegenden Stadtteilen soll verbessert werden: Durch eine Fußgängerbrücke rücken Kleiner Grasbrook und Veddel näher zusammen. Das alles kostet natürlich. Allein das 400 Meter lange Glasdach wird mit etwa 90 Millionen Euro (!!!) zu Buche schlagen. Ihr wollt noch Konkreteres erfahren? Dann klickt euch in unser Interview mit Susanne Bühler, Pressesprecherin der Hamburg HafenCity.

Aus Alt mach Neu

Und es geht voran: Am 8. Juli 2021 fiel der Startschuss für den Abriss des 15 Hektar großen Überseezentrums. Da dürfte Fans von Hamburgs Lost Places das Herz bluten – was 1967 als größte Stückguthalle der Welt gebaut worden war, lag seit einem halben Jahrzehnt verlassen vor der Hamburger Skyline. Nach dem Abriss wird das Gelände erhöht, um besser vor Hochwasser geschützt zu sein, und im Anschluss in das neue Quartier integriert.

Klein, aber oho! Wissenswertes zum Kleinen Grasbrook

Ihr hattet den Stadtteil zwischen HafenCity und Veddel bisher so gar nicht auf dem Schirm? Dann hätten wir hier ein paar Fakten über den Kleinen Grasbrook, um diese Wissenslücke zu schließen! Falls ihr danach Lust auf einen Stadtteilspaziergang über den Kleinen Grasbrook habt, hätten wir da die perfekte Route für euch. Die größte Stückguthalle der Welt findet ihr dort zwar nicht mehr, nichtsdestotrotz verzeichnet Hamburg etliche Rekorde – kennt ihr sie alle?

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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