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Shutterstock / Mamamaiuli
Harburg

Initiative LiFa: So soll die Hilke-Likörfabrik gerettet werden

Ein Mix aus Kultur und Wohnen – das ist der Plan der Initiative LiFa, um die alten Mauern der Hilke-Likörfabrik in Harburg zu retten. Ein Konzept steht, jetzt bedarf es noch finanzieller Mittel.


Eine Gruppe junger Leute will in Hamburg neuen Wohnraum schaffen. Die Aktivisten möchten die Häuser der alten Hilke-Likörfabrik aber nicht nur zu WGs umfunktionieren und ausbauen, sondern sehen eine Art Mischnutzung der aktuell leerstehenden Gebäude vor. Um aus ihrem Traum Wirklichkeit zu machen, haben sie die Initiative LiFa gegründet. Ein Konzept liegt bereits vor, jetzt muss die Gruppe noch um politische und finanzielle Unterstützung für das Projekt werben. Ein Projekt, das übrigens nicht ganz uneigennützig ist, denn auf die Idee für Kulturraum und Wohnprojekt in den denkmalgeschützten Hilke-Häusern kamen die Hamburger praktisch aus der Not heraus. Sie suchten nämlich Häuser für ein Wohnprojekt und stießen dabei auf die ehemalige Likörfabrik in Harburg. Es war Liebe auf den ersten, zweiten und dritten Blick.

Viele Ideen zur Nutzung, viel Arbeit, hohe Kosten

Die rosarote Brille haben die jungen Hamburger trotz aller Begeisterung nicht auf. Denn sie sind sich bewusst: Eine Sanierung wird viel Arbeit und Geld kosten. Einen Teil davon möchte die LiFa-Intiative via Mietshäuser-Syndikat selbst finanzieren, den Rest der denkmalgerechten Sanierung soll die Stadt Hamburg tragen. "Aber erst einmal müsste die Stadt das Gebäude kaufen und sichern, denn der Besitzer tut nichts für den Erhalt", so Katharina Klemmz von der LiFa-Intiative. Derzeitiger Eigentümer ist der Binnenhafen-Unternehmer Arne Weber. Kommt es zu Verkauf und Sanierung, könnte das aber der Beginn von etwas ganz Großem sein. Im Obergeschoss einiger Häuser sollen laut Konzept WGs entstehen, während in den Erdgeschossen und ehemaligen Produktionsgebäuden zum Beispiel Künstlerateliers und Veranstaltungsräume Platz finden könnten. Auch eine Art Museumsbrennerei liegt nahe – "[i]mmerhin wurden hier 150 Jahre lang Schnaps und Likör hergestellt", so LiFa-Mitglied Oliver Hagen. Wir sind gespannt, was die engagierten Hamburger noch alles auf den Weg bringen.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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