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Hamburg

HVV-Tickets werden teurer: Preise so hoch wie noch nie

Bitte einmal tief durchatmen: Beim HVV steigen die Preise. 2020 sollen die Tickets 2,2 Prozent mehr kosten als bisher.


Erst 2018 zog der Hamburger Verkehrsverbund die Ticketpreise an. Nun soll im kommenden Jahr der nächste Aufschlag kommen: 2,2 Prozent. Das wäre dann der höchste Preisanstieg seit 2015! Der entsprechende Antrag wird gestellt, sagte HVV-Geschäftsführer Lutz Aigner gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Über die Fahrpreiserhöhung müssen nämlich die politischen Gremien abstimmen.

"Freuen" dürfen sich vor allem Berufspendler

Wird dem Antrag statt gegeben, wird es aber vor allem die Berufspendler treffen, die ein Jobticket (das so genannte "Großkundenabonnement") haben. Denn hier sollen die Preise im neuen Jahr um ganze 5 Prozent steigen. In Zahlen bedeutet das: für drei Ringe 72,30 Euro statt 68,90 Euro. Ähnlich sieht es beim Zuschlag für Schnellbusse und die 1. Klasse-Nutzung in Regionalzügen aus. HVV-Fahrer, die ein Monatskarten-Abo haben, müssten für beispielsweise für den Bereich AB künftig 91,40 Euro statt 89,50 Euro zahlen.

Das ist der Grund für die Preiserhöhung

Grund für die Erhöhung ist unter anderem eine neue Vergünstigung im Rahmen des Seniorentickets. Ab Dezember 2019 gilt dieses nämlich rund um die Uhr statt zeitlich begrenzt. Dadurch rechnet der HVV im kommenden Jahr mit Einnahmeverlusten von rund vier Millionen Euro. Ermittelt werden Erhöhungen übrigens aus einem Index. In diesen fließen beispielsweise Kostenentwicklungen für Dieselkraftstoff, Strom und Personal ein. Aigner erklärt dazu, dass die Index-Berechnung eigentlich einen Preisanstieg von 3,0 Prozent vorgesehen hätte – die nun geforderte Preisanhebung falle also geringer aus. Ein schwacher Trost. Bedenkt man, dass das HVV-Monatsticket deutschlandweit das teuerste ist.

Auch das ändert sich 2020

Außerdem geplant für 2020: ein vergünstigtes Jahresticket für Schüler und Azubis. Allerdings müsse man dieses Vorhaben noch mit den Landkreisen und den Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein abstimmen.

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