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Dominik Leiner
Hamburg

Hoch hinaus: Wohnungsunternehmen wollen höhere Häuser bauen

Dem schlechten Ruf des Hochhauses wird ein Ende gesetzt. Norddeutsche Wohnungsunternehmer wollen künftig vermehrt sechs- statt viergeschossige Wohnhäuser bauen, um Platz für Grünflächen zu schaffen.


Der Mümmelmannsberg, die Lenzsiedlung und die Grindelhochhäuser sind Beispiele für Hochhaussiedlungen, die heute für den schlechten Ruf des Baustils sorgen. Letztere waren zum Zeitpunkt des Baus echter Luxus; heute dort zu wohnen ist lediglich noch Kult. Höhere Häuser sind jedoch nachhaltiger und erlauben mehr Platz für Grünflachen, so Andreas Breitner vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen.

Daher will der Verband künftig vermehrt sechsstöckige Wohnhäuser bauen. Diese sollen aber keineswegs Billigbauten werden, sondern Wohnungen bieten, in denen die Bewohner auch in 40 Jahren noch leben wollen. Durch den zusätzlichen Wohnraum in der Höhe bleibt drumherum mehr Platz für Grünflächen. Parks und Erholungsbereiche im Umkreis der Hochhäuser sorgen für eine positive Quartiersentwicklung.

Hochhäuser für den Klimaschutz

Das "Bündnis für das Wohnen" der Stadt Hamburg hat sich darauf geeinigt, jährlich 10.000 neue Wohnungen zu bauen. Entstehen diese in Form von Hochhäusern, so bleibt nicht nur mehr Platz für Grünflächen, sondern es wird auch weniger neue Infrastruktur benötigt. Im Hinblick auf den Klimaschutz und die Nachfrage nach neuem Wohnraum scheint der Bau von sechsgeschossigen Häusern also unumgänglich. Breitner vom Verband fordert eine "Renaissance höherer Gebäude".

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