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S-Bahn
Unsplash / Samuel Pucher
Harburg

Drei Bahnen für Harburg: Die S32 im Hamburger Süden kommt

Wer südlich der Elbe wohnt und regelmäßig Richtung Innenstadt muss, weiß um die teils hoffnungslos überfüllten S-Bahnen. Nur noch etwas durchhalten – Besserung ist jetzt in Sicht! Denn die S32 kommt.


"Büschn eng hier" – nur einer von vielen Gedanken, die Hamburger in der S3 haben. Regelmäßig. Und "büschn" ist norddeutsch-gelassen gemeint. Schließlich fand man – vor Corona – zu den Hauptverkehrszeiten teilweise nicht mal einen Stehplatz, wenn sich die Zugfahrt zwischen Hamburger Hauptbahnhof und Harburg abspielte. Um dem Albtraum endlich ein Ende zu bereiten, gibts bald eine neue Bahn für den Hamburger Süden: die S32. Möglich machen es 6,7 Millionen Euro vom Bund, die in die Digitalisierung der S-Bahn Hamburg investiert werden.

Im Dreieinhalb-Minuten-Takt von Harburg in die City

Im Zuge der Digitalisierung von Schienen und Stellwerken wird eine schnellere Taktung im Vergleich zum jetzigen analogen Stellwerk möglich. Dann kann nämlich jeder Zug mit Standort und Geschwindigkeit in Echtzeit abgebildet werden. Das System stellt die Weichen, bremst und beschleunigt die Züge dementsprechend. Ganze 20 Prozent Kapazitätszuwachs gibts dadurch. Bedeutet faktisch für Fahrgäste: Per S3, S31 und S32 geht alle dreieinhalb Minuten ein Zug von Harburg Richtung Hauptbahnhof – oder eben andersrum. Gerade in den Morgenstunden und zur Feierabendzeit werden sich Hamburgs Elbinsulaner darüber freuen, nicht mehr ganz so dicht gedrängt stehen zu müssen. Vielleicht ist dann sogar mal ein tiefes Auf- und Durchatmen drin.

S32 – sollte die nicht in den Hamburger Westen?

Hat da was bei euch geklingelt? Stimmt auch. Vom Hauptbahnhof aus wird die S32 auf der Strecke der Verbindungsbahn (hier sogar im Zweieinhalb-Minuten-Takt) und ab der Station Holstenstraße über Bahrenfeld und Lurup bis zum Osdorfer Born verkehren. Als Vorläufer fährt aktuell der Xpressbus 3 der Hochbahn.

Neue Bahnen, neue Tickets – das passiert beim HVV

Wenn euch interessiert, wie sich Hamburgs Streckennetz in den kommenden Jahren verändern wird, schaut doch mal hier: Das plant der HVV.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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