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Autobahn
Unsplash / Jared Murray
Wilhelmsburg

Hamburgs umstrittene Hafenautobahn: die A26

Autofahrer freuen sich auf die neue Autobahn in Hamburgs Süden, Umweltschützer schlagen indes die Hände über dem Kopf zusammen: Der Bau der Autobahn 26 spaltet die Gemüter. kiekmo verrät, warum.


Für viele Auto- und LKW-Fahrer war diese Neuigkeit ein Grund zur Freude. Denn nach Fertigstellung der A26-Ost im Jahr 2031 – wenn alles gut geht –, gelangt man von der A7 in Moorburg zur A1 in Stillhorn in sage und schreibe sechs Minuten! Derzeit benötigt man für die Fahrt, bei gutem Verkehr, rund 25 Minuten. Auch Sebastian Haß vom Planungsbüro DEGES ist begeistert: "Wenn man das mit der heutigen Zeit vergleicht, ist das sicherlich ein wahnsinniger Gewinn gerade für Güterverkehre zwischen diesen beiden Autobahnen."

Die A26 wird deutlich teurer, als ursprünglich geplant

Das lässt einen fast vergessen, dass die Autobahn doppelt so teuer wird, wie noch vor fünf Jahren veranschlagt war. Da rund 70 Prozent der Autobahn über Betonstelzen und Tunnel laufen werden, wird die A26 rund 1,85 Milliarden Euro kosten. Das müssen wir erstmal kurz sacken lassen. Aber eben auch nur kurz, mit Bauprojekten, die am Ende teuer sind, als eigentlich geplant, kennen wir Hamburger uns schließlich aus. Grund für den Preisanstieg ist aber auch der kleine Hafen, der extra entstehen soll. "An der Kaikante können Stückgutfrachter anlanden. Die Wassertiefe beträgt über neun Meter. Ob die nun aus Shanghai, Philadelphia oder Antwerpen kommen, spielt keine Rolle", schwärmt Projektleiter Peter Pfeffermann vom geplanten Mini-Hafen.

Umweltschutz distanziert sich klar gegen den Bau der A26

So ein Bauvorhaben stößt aber nicht immer nur auf Begeisterung. Die erwarteten 40.000 bis 60.000 Fahrzeuge täglich, jede Menge Beton und ein extra angelegter Hafen lassen Umweltschützende aufschreien. So lehnt der NABU den Bau der Hafenautobahn in Hamburgs Süden grundsätzlich ab. Der Grund: Die neue Autobahn zerstöre die intakte Natur und sei zudem unverhältnismäßig teuer. Zudem und vor allem sei eine weitere neue Autobahn in Anbetracht des Klimawandels ein vollkommen falsches Signal.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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