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Eingang Zur Ritze
Zur Ritze
St. Pauli

"Zur Ritze": Hamburger Kultkneipe gibts bald auch auf Mallorca

Sie ist eine der legendärsten, vielleicht sogar die legendärste Kneipe auf St. Pauli. Nirgendwo könnt ihr besser in die Vergangenheit des Hamburger Kiezes eintauchen als in der Ritze, die etwas versteckt in einem Hinterhof liegt. Und diese Kiez-Koryphäe bekommt nun einen zweiten Sitz.


Was für eine Nachricht: Voraussichtlich im April 2022 zieht die Ritze an den Ballermann nach Mallorca. Auch ihr Markenzeichen – die gespreizten Beine auf der Eingangstür – sind mit von der Partie. Die Original-Ritze bleibt aber natürlich an ihrem angestammten Platz an der Reeperbahn 140, an dem sie sich seit circa 1974 befindet. 

Neue Attraktion für den Ballermann

Der BILD verriet Inhaber Carsten Marek: "Wir sind in den letzten Verhandlungen mit der Location. Im Untergeschoss befindet sich noch ein Supermarkt, dort kommt der Boxkeller rein. 'Universum' soll Partner werden. Darüber wollen wir die 'Ritze' nachbauen." Mit dem Original wird die Malle-Kopie freilich nicht mithalten können. Was hier alles schon passiert ist! Und das obwohl sich auf dem Hinterhof anfangs nur eine öffentliche Toilette befand und nebenan ein Bordell. Da dort kein Alkohol ausgeschenkt werden durfte, entschloss man sich kurzerhand, die Toilette zu einer Kneipe umzubauen. So entstand die Ritze. 

Die Ritze hat eine bewegte Geschichte

Seitdem ist viel passiert. In den 1980er-Jahren wurde die Ritze zum Tatort, als der Zuhälter Chinesen-Fritz mitten im Lokal erschossen wurde. Legendär ist aber nicht nur die Kneipe, sondern auch ihr Boxkeller. Hier haben Sportgrößen wie die Klitschkos, Henry Maske und Dariusz Michalczewski trainiert. 2006 machte die Ritze abermals traurige Schlagzeilen, als sich Boxer und Kiez-Größe Stefan Hentschel im Boxkeller das Leben nahm. 

Jan Fedder kehrte hier regelmäßig ein

Neben Prominenten wie Udo Lindenberg, Ben Becker und Uwe Seeler kehrte vor allem der Hamburger Schauspieler Jan Fedder häufig in der Ritze ein. Sie gehörte zu seinen Stammlokalen. Hier feierte er seinen 50. Geburtstag und nach seiner Beerdigung verbrachte die Trauergesellschaft ihm zu Ehren den Abend ebenfalls in der Kiez-Kneipe. Daher gehört sie auch zu den Hamburger Orten, die an Jan Fedder erinnern. Ihr wollt noch mehr lesen über Hamburgs legendärste Kaschemmen? Dann haben wir hier die kultigsten Kiez-Kneipen für euch. 

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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