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Hamburg

Hamburg zeigt sich divers: So viele Anträge fürs dritte Geschlecht sind eingegangen

Mann, Frau, divers: In Hamburg fühlen sich alle wohl. Seit das dritte Geschlecht vor einem Jahr offiziell eingeführt wurde, haben schon einige Menschen die Option genutzt und sich auf dem Standesamt als "divers" registrieren lassen.


Im vergangenen Jahr haben einige Menschen, die sich als intersexuell identifizieren, die Möglichkeit genutzt, ihr Geschlecht im Geburtenregister anpassen zu lassen. Eine Sprecherin des Bezirksamts Harburg teilte der dpa mit, dass acht entsprechende Anträge eingegangen seien. Die meisten diversen Menschen, nämlich vier, kommen aus dem Bezirk Bergedorf. Zwei weitere stammen aus Hamburg-Nord und je einer aus Wandsbek und Eimsbüttel. Insgesamt haben im letzten Jahr 31 Menschen ihr Geschlecht auf dem Papier ändern lassen. Am häufigsten haben sich Frauen dazu entschieden, künftig als Männer zu leben.

Keine Einträge bei Neugeborenen

Von der Möglichkeit, Neugeborene als divers registrieren zu lassen, haben Hamburger Eltern bislang keinen Gebrauch gemacht. Damit überlassen sie die endgültige Entscheidung für ein Geschlecht ihren Kindern selbst. Seit Januar 2019 gibt es im Geburtenregister das dritte Geschlecht. Der Bundestag hat damit ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt. Dass ein Mensch entweder dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet werden muss, wurde in der Entscheidung als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot gewertet.

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