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Solardachtpflicht in Hamburg
Unsplash / Benjamin Jopen
Hamnburg

Solardachpflicht: Hamburg als Vorreiter im Klimaschutz

Wenn ihr das Glück habt, einen Neubau in Hamburg zu planen, müsst ihr euch auf einige neue Regelungen gefasst machen. Ein Solardach, sowie erneuerbare Energien für die Heizungsanlagen werden Pflicht.


Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan ist mit dem neuen, am 01. Januar 2021 in Kraft getretenen Klimaschutzgesetz zufrieden und sieht Hamburg als Vorreiter im deutschen Raum. In den Regelungen wurden eine Solardachpflicht sowie neue Vorschriften für Heizungsanlagen beschlossen.

Erneuerbare Energien bei der Wärmezufuhr

Die erste Neuerung gilt bereits ab dem 01. Juli 2021. Wer sich ab da eine neue Heizungsanlage zulegt, oder seine aktuelle Anlage aufrüstet, muss diese zu mindestens 15 Prozent mit erneuerbaren Energien füttern. Das kann durch den Anschluss an ein Wärmenetz, Nutzung von Erdwärme oder Biomasse, einen baulichen Wärmeschutz, einen Sanierungsfahrplan oder eine Quartierslösung passieren. Der Nachweis über die Nachrüstung muss innerhalb von 18 Monaten erfolgen. Das ist bereits der zweite Meilenstein in Bezug auf Klimaschutz und Heizungen in Hamburg, denn im vergangenen Jahr wurde das Verbot von Ölheizungen ab 2022 entschieden.

Solardächer in ganz Hamburg

Kersten erhofft sich durch das neue Klimaschutzgesetz Tausende Photovoltaicanlagen auf Hamburgs Dächern. Ab 2023 müssen Neubauten mit Solaranlagen ausgestattet sein. Gleiches gilt für ältere Gebäude mit einer vollständigen Dacherneuerung ab 2025. Der Umweltsenator kalkuliert mit jährlich 1.800 neuen Anlagen auf Neubauten und rund 5.000 auf Bestandsgebäuden.

Ausnahmen gibt es natürlich auch. So gilt die Pflicht nicht für Gebäude mit Reet-, Stroh- oder Holzdach, für Häuser ohne plane Dachfläche und Fälle, in denen die Anlage einen steuerlichen Nachteil erwirken würde.

Müssen wir mit teureren Mieten rechnen?

Die Frage ist berechtigt, schließlich sind Photovoltaicanlagen sehr kostspielig und zahlen sich erst nach einigen Jahren aus. Sollte der Vermieter eine Anlage installieren, kann er die Kosten auf die Mieter umlegen. Doch Kersten sieht keine Nachteile für die Bewohner: "Die Mieter können aber durch geringere Stromrechnung profitieren", so Kerstan. "Wir gehen nicht davon aus, dass es einen großen Druck auf die Mieten gibt."

Lieber mieten? – Neubauprojekte in Hamburg

Den Baustress überlasst ihr lieber anderen, träumt aber trotzdem vom Eigenheim? Vielleicht findet ihr in einem dieser Neubauprojekte in Hamburg euer neues Zuhause.

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