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Hamburg

Hamburg hat deutschlandweit das teuerste Monatsticket!

Wir Hamburger haben's schon gut: Wir leben in der schönsten Stadt der Welt, haben Wasser vor der Haustür – und unsere Bahnen und Busse fahren regelmäßig und (nahezu) ohne Ausfälle. Dafür zahlen wir allerdings auch einen hohen Preis – den höchsten in ganz Deutschland.


Da mussten auch wir erstmal schlucken: Laut einem aktuellen Preisvergleich des ADAC kostet das Monatsticket in keiner anderen deutschen Stadt so viel wie in Hamburg. Verglichen wurden dafür die sieben relevantesten Ticketarten im Stadtgebiet deutscher Städte mit über 300.000 Einwohnern.

Punktabzug für den HVV – und ein Daumen hoch

Insgesamt 109,20 Euro zahlt ein Erwachsener in Hamburg für ein Monatsticket, das den Gesamtbereich AB abdeckt. Zum Vergleich: In München, seit Jahren eine DER teuersten Städte Deutschlands, zahlt man nur 55,20 Euro. Ganz anders sieht's dagegen bei den Einzeltickets aus. Hier landet Hamburg auf Platz zwei – der positiven Seite. Mit 2,30 Euro für eine Fahrt im Nahbereich macht man hier nämlich ein richtiges Schnäppchen.

Die Öffis sollten wieder attraktiver werden

Doch das reicht einigen bei weitem nicht aus. "Wer eine wirkliche Verkehrswende möchte, muss darauf achten, dass der öffentliche Nahverkehr ein attraktives Angebot ist, auch preislich", sagt Ingo Meyer, Vorstandsvorsitzender des ADAC Hansa. Und damit liegt er natürlich nicht falsch: Viele Pendler steigen nach wie vor lieber ins eigene Auto, als jährlich Hunderte Euro für die Öffis zu bezahlen.

Der HVV hingegen wehrt sich

Der Hamburger Verkehrsverbund lässt die Kritik jedoch nicht auf sich sitzen. Gegenüber der MOPO erklärt Rainer Vohl, Pressesprecher des HVV: "Der ADAC vergleicht Äpfel mit Birnen." Denn die HVV Monatskarte für den Bereich AB gelte schließlich weit über das Hamburger Stadtgebiet hinaus. Umfasst zusätzlich sogar Orte in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wie zum Beispiel Pinneberg, Norderstedt, Ahrensburg und Neu Wulmstorf. Das Ticket der Münchner Kollegen decke dagegen nur den Innenstadtbereich ab.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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