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Hamburg Hauptbahnhof
Unsplash / Christian Lue
Mitte

Gute Sicht: Hamburger Hauptbahnhof bekommt gläserne Halle

Svea Abraham
Svea Abraham

Der Hamburger Hauptbahnhof gilt als meist frequentierter Bahnhof des Landes. Deswegen soll eine Erweiterung kommen. kiekmo kennt alle Einzelheiten.

Der Hamburger Hauptbahnhof empfängt durchschnittlich mehr als 500.000 Besucher pro Tag. Mit dieser Zahl schafft er es auf den ersten Platz der meist frequentierten Bahnhöfe in ganz Deutschland. Und das Verkehrsaufkommen soll sich in den nächsten Jahren noch vervielfachen! Dabei ist sich wohl die gesamte Hansestadt einig: Der zentrale Punkt platzt schon seit Jahrzehnten aus allen Nähten. Eine Erweiterung ist somit unumgänglich. Das Projekt wurde bereits vor einiger Zeit zum Architektur-Wettbewerb ausgeschrieben. Nun steht der Gewinner fest.

Zwischen Markthalle und Glasbau

Das neue Konzept stammt aus der Feder des Büros bof Architekten aus Hamburg und der Landschaftsarchitekten hutterreimann aus Berlin. Sie verfolgen dabei gleich zwei unterschiedliche Projekte: Eine gläserne Halle entsteht im Süden des Hauptbahnhofes, ein markthallenähnlicher Bau soll den Osten zieren. Der südliche Glasbau soll weiterhin die Kommunaltrasse beherbergen, welche die Mönckebergstraße mit dem Steintorplatz und der Adenauerallee verbindet. Dieser Teil wird voraussichtlich im Freien liegen, während Gastronomien und Geschäfte im angrenzenden Bereich überdacht werden.

Schlichte Eleganz

Obwohl der Hamburger Senat die Aufgabe, ein passendes Bauprojekt zu finden, für wirklich anspruchsvoll hielt, war vor allem Oberbaudirektor Franz-Josef Höing erfreut über die Einfachheit, die hinter dem Konzept der Hamburger und Berliner Architekten steht: "Verrückt – diese hochkomplexe Aufgabe lässt sich am Ende mit zwei Strichen lösen.“ Außerdem sei er froh über den Abriss des achteckigen Bahngebäudes in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes, welches sich unter Hamburgern nur "Die Keksdose" schimpft.

Ein genaues Datum für den Start des Baus steht noch aus. Vorerst wollte sich niemand auf einen bestimmten Zeitraum festlegen. Erst einmal muss konzipiert werden, welche Baustelle zu welchem Zeitpunkt in Angriff genommen wird. Da zukünftig auch der sogenannte Ferlemann-Tunnel in der Planung steht, würde ein gleichzeitiger Umbau eine Großbaustelle und somit viel weniger Platz für den Hamburger Hauptbahnhof bedeuten. Das merkte CDU-Verkehrsexperte Richard Seelmaecker an.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Quellen zum Text: