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Hamburg

5 gute Nachrichten aus Hamburg, die im Februar untergegangen sind

Wenn wir die News lesen, sehen wir nur Covid-19. Dabei geht die ein oder andere gute Nachricht aus Hamburg auch mal unter – leider. Kennt ihr? Dann lest hier, worüber wir uns im Februar freuen konnten.


Schutz vor der Kältewelle

Anfang Februar sanken die Temperaturen zeitweise in den zweistelligen Minusbereich. 13 Menschen hatte der Winter auf der Straße zuvor (Stand 13.02.2021) bereits das Leben gekostet. Um zumindest einige Obdachlose vor der Kälte und diesem Schicksal zu bewahren, brachte die Hamburger Sozialbehörde ein Unterbringungsprojekt für 35 Personen auf den Weg. Dafür wurde der Teil eines Gebäudes zugänglich gemacht, das als Ersatz für die Obdachlosenunterkunft Pik As geplant war. Organisationen wie GoBanyo fordern weiterhin die umfassende Öffnung der Hotels für Hamburgs Obdachlose, um sie vor Winterwetter sowie Infektionen mit dem Coronavirus zu schützen. Das Projekt ist ein schönes Signal der Stadt und ein Schritt in die richtige Richtung. Auch durch das Hotelprojekt "#hotelsforhomeless" vom StrassenBLUES e.V. konnten Spenden generiert werden, die die Unterbringung von 45 Obdachlosen in der Jugendherberge "Auf dem Stintfang" bis zum 7. März sichern.

Altengamme hat seinen Storch zurück

Seit fünf Jahren beehrt ein Storch den Reiterhof Putfarken am Altengammer Elbdeich, den er sich als Sommersitz erwählt hat. Wobei Sommersitz bei Ankunft im Februar eindeutig ein flexibler Begriff zu sein scheint. Aber was soll man sagen, der Horst bringt sich ja nicht allein auf Vordermann und die Storchendame soll's schließlich hübsch haben, wenn sie ihrem Partner zur Brutzeit nachfolgt. So lange leisten die Pferde dem Männchen Gesellschaft, das sein Nest in unmittelbarer Nachbarschaft errichtet hat. Hörer des Radiosenders NDR 90,3 konnten im Februar Namensvorschläge für den Wiederkehrer einreichen – "Storchenvater" Jürgen Pelch taufte das Tier schließlich auf den hamburgischen Namen "Butscher". 2020 konnten die Vierlande 34 Storchenpaare verzeichnen, die insgesamt 70 Küken großzogen. Drei der Jungstörche schlüpften auf dem Hof Putfarken. Besondere Prominenz genießt dabei das Pärchen Fiete und Erna, denn per NABU-Webcam könnt ihr den Störchen in Curslack ins Nest schauen. Über den Monat sind weitere Störche nach Hamburg zurückgekehrt. Auf dem Hof Eggers, am Kirchwerder Landweg und auf dem Krauel freut man sich über die Frühlingsboten.

Hamburg bleibt grün

Neben Sturmschäden, Schädlingsbefall und Krankheiten sorgen besonders die großen Bauprojekte in Hamburg für Schwund des Straßenbaumbestands. Und während Hamburg um seine 6.000 Kastanien trauert, die unter der neuen und unheilbaren Rindenkrankheit Pseudomonas leiden und wohl gefällt werden müssen, gibt es zumindest auch eine gute Nachricht, wie der NDR Anfang Februar berichtete. Zwar hat die Stadt Hamburg laut einer vorläufigen Prognose im Jahr 2020 insgesamt 1.879 Straßenbäume gefällt, dafür aber auch 2.055 neu gepflanzt – und damit die Bilanz nach Jahren erstmals wieder ins Plus befördert. Zusätzlich machen rund 600.000 Bäumen in den Parks, sechs Millionen in Hamburgs Wäldern sowie rund eine Million auf Privatgrund Hamburg zum echten Großstadtdschungel.

Hilfe für das körperliche und seelische Wohl

Hamburg zeigt sich immer wieder von solidarischer Seite. So stellt Fina Steen aktuell ein soziales Projekt auf die Beine, das auch Menschen ohne Krankenversicherung den Zugang zu Physiotherapie erlauben soll. Dafür arbeitet die examinierte Physiotherapeutin mit der Praxis ohne Grenzen zusammen. Mit ihrem mobilen, ehrenamtlichen Service behandelt sie ihre Patienten zu Hause und arbeitet außerdem an einem Behandlungsraum auf Rädern für all diejenigen, die kein Zuhause haben oder sich dort nicht entspannen können. Über Massage, Flossing und Taping bietet Fina vielfältige Methoden und Beratung an.

Der Harburger Verein für psychosoziale Hilfe "Der Hafen" hat indes einen Podcast herausgebracht, der aufklären und Betroffenen niedrigschwellige Hilfe – gerade in Corona-Zeiten – bieten soll. Unter dem Titel "0816 – alle Tassen im Schrank" gibts auf Spotify Fragen und Antworten und Perspektiven zum Alltagswahnsinn von den Profis.

Am Fischers Park gehts endlich los

Eigentlich sollte der Park bereits im letzten Frühjahr fertig umgestaltet sein. Doch die Sanierung des Fischi verzögerte sich immer wieder. Nun gehts endlich voran mit der Grundsanierung der Grünanlage. Sobald es nicht mehr frostet, sollen die Baumaßnahmen starten. Knapp eine Million Euro lässt sich die Stadt das kosten. 308.000 Euro davon fließen in neue Spielgeräte des Emsländer Unternehmens "Kinderland", den das Bezirksamt Altona als Auftragnehmer gewinnen konnte. Auf den 2,81 Hektar des beliebten Familienparks soll es neben den weitläufigen Liegewiesen zukünftig mehrere Trampoline, zwei Kletterwelten, neue Tischtennisplatten, Boule-Flächen und so einiges mehr geben. Mit Fertigstellung des Fischi können die Ottenser in etwa einem Jahr rechnen.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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