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Hamburg

5 gute Nachrichten, die im September untergegangen sind

Wenn wir die News lesen, sehen wir nur Covid-19. Dabei geht die ein oder andere gute Nachricht aus Hamburg auch mal unter – leider. Kennt ihr? Dann lest hier, worüber wir uns im letzten Monat freuen konnten.


Studium oder Ausbildung? In Hamburg geht jetzt beides

Haben die Kids die weiterführende Schule absolviert, startet der Ernst des Lebens und wichtige Entscheidungen müssten getroffen werden. Unter anderem muss die Frage geklärt werden, ob sie studieren, oder doch lieber eine Ausbildung absolvieren möchten – hat schließlich beides Vor- und Nachteile. In Hamburg gibts nun ein neues Bildungsmodell, das das Entweder-Oder abschafft: die studienintegrierte Ausbildung. Die Hamburger Berufsschulen kooperieren in diesem mit der neuen Beruflichen Hochschule Hamburg (BHH) und vermitteln akademisches Wissen, das gleich mit praktischer Arbeitserfahrung kombiniert werden kann. Macht sich gut auf dem Arbeitsmarkt! Vier Jahre dauert das Ganze – also nur eines mehr als Studierende in den regulären Bachelor investieren müssen. Zum aktuellen Wintersemester startet die BHH mit fünf Studiengängen.

Neuer Kader für den Kiez

Als erster und bisher einziger Verein der Ersten und Zweiten Bundesliga hat der FC Sankt Pauli Anfang September eine Frauenquote verabschiedet. Alle Gremien wie Aufsichtsrat, Präsidium, Ehrenrat und Wahlausschuss sollen von nun an mindestens 30 Prozent weiblich aufgestellt sein. Die für die Satzungsänderung erforderliche Dreiviertelmehrheit wurde bei der Abstimmung übertroffen. "Die Quote ist nicht die Lösung aller Probleme, aber ein deutliches Zeichen an interessierte Frauen, dass wir es ernst meinen", so Ehrenrätin Suzann Edding im Hamburger Abendblatt. Gleichzeitig wählte die Mitgliederversammlung am Millerntor Esin Rager beinahe einstimmig zur Vizepräsidentin.

Beige ist das neue Grün

Mal wieder in der Lieblingskneipe versackt und keine Lust, auf den Nachtbus zu warten – fahrtüchtig seid ihr selbst aber nicht mehr? Wenn Carsharing also raus ist, fällt die Wahl aufs Taxi. Und was das angeht, müsst ihr euch in Hamburg immer weniger Gedanken um den ökologischen Fußabdruck machen. Innerhalb von fünf Monaten hat sich die Zahl der E-Taxis nämlich verzehnfacht. 50 benzinfreie Wagen kutschieren euch mittlerweile durch die Stadt – und damit mehr als in jeder anderen Stadt des Landes. 150 sollen es bis Ende des Jahres werden, im nächsten Schritt 300 und langfristig soll die ganze Flotte elektrisch werden. Seit April 2021 läuft das Projekt "Zukunftstaxi", in dessen Rahmen die Stadt zusätzlich den Erwerb von barrierefreien Fahrzeugen fördert. 5.000 beziehungsweise 10.000 Euro erhalten Taxifahrende für den Umstieg, weitere Prämien gibts von Bund und Herstellern. "Wir können anhand der großen Nachfrage sagen, dass wir damit den Nerv der Branche getroffen haben", so Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne). Am Flughafen haben die E-Taxis jetzt sogar Vorrang und warten in der Pole Position auf Fahrgäste. Benziner müssen sich anstellen.

Das Summen der Zukunft

Vielleicht habt ihr Mitte des Monats ein paar UFOs am Hafen gesichtet – oder gehört. Im Luftraum über Steinwerder, dem Grasbrook und der HafenCity wurde ein sogenanntes U-Space Reallabor errichtet, um ohne großen bürokratischen Aufwand bemannte und unbemannte Flüge zu testen und verschiedene Szenarien zu simulieren. Damit wird Hamburg Vorreiter auf dem Gebiet und soll der Errichtung von weiteren Drohnenlufträumen in Deutschland als Vorlage dienen. Drohnen sollen dann vielfältigere Aufgaben als nur die Lieferung von medizinischem Material oder Paketen übernehmen. Ab Mitte Oktober wird es zwei weitere Flugwochen geben, in denen die Drohnen auch über dem zweiten Teil des insgesamt 30 Quadratmeter großen Testgebiets schwirren werden: zwischen Francop, Altenwerder, Waltershof und Moorburg.

Neue Technik im Alten Land

Der Monat September bedeutet im Alten Land eines: Apfelernte! Unglaubliche 1,75 Milliarden Äpfel gilt es im größten Obstanbaugebiet Europas von den Bäumen zu pflücken. Das können die Landbewirtenden und ihre Familien natürlich nicht im Alleingang bewerkstelligen. Da Helfende immer schwieriger zu finden sind und Innovation auch vor der Landwirtschaft nicht Halt macht, ist in diesem Jahr erstmalig ein Ernteroboter am Start. Aurora heißt das Gerät, "Autonomer Obstplantagenhelfer Altes Land", das für den Transport der 400 Kilogramm schweren Obstkisten zuständig ist. Zukünftig soll die Maschine auch Unkraut erkennen und entfernen können.

Und sollten wir euch nun den Mund wässrig gemacht und akute Lust auf frisches Obst erzeugt haben, kommt doch einfach selbst Äpfel pflücken.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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