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Hamburg

Ganz Hamburg redet von Kurzarbeit – aber was ist das eigentlich?

Corona hält unser schönes Hamburger ganz schön auf Trab. Zahlreiche Unternehmen melden nun Kurzarbeit an. Vielleicht ist auch euer Arbeitgeber davon betroffen – aber was heißt das genau? Zusammen mit der Hamburger Sparkasse bringen wir Licht ins Dunkel.


Die Hamburger Wirtschaft steht gerade still. Viele unserer geliebten Restaurants haben geschlossen oder arbeiten nur noch mit sehr reduzierten Kapazitäten, wenn sie einen Liefer- oder Abholservice anbieten. Kleine, feine Läden mussten schließen, genauso wie unsere Lieblingsbars und -clubs. Aber auch viele andere Arbeitgeber müssen ihre Kosten reduzieren, um durch die Krise zu kommen. Das bedeutet für viele Mitarbeiter Kurzarbeit.

Was genau ist Kurzarbeit?

Wenn euer Arbeitgeber euch in der Krise nicht mehr das volle Gehalt zahlen kann oder einfach nicht genug Arbeit für alle Mitarbeiter anfällt, springt die Agentur für Arbeit ein und zahlt das sogenannte Kurzarbeitergeld.Das hilft euren Arbeitgebern nicht nur finanziell, sondern sorgt auch dafür, dass den Mitarbeitern nicht gekündigt werden muss. Dazu müssen natürlich verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Es muss zum Beispiel belegt werden, dass die finanziellen Schwierigkeiten durch die Krise verursacht wurden und es nicht schon vorher Probleme gab.Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, kann euer Unternehmen Kurzarbeit für die Mitarbeiter beantragen. Normalerweise ist das für maximal zwölf Monate möglich, in Ausnahmefällen kann es aber sogar für 24 Monate gezahlt werden.

Was bedeutet das für euer Gehalt?

Wie der Name schon sagt, wird die Arbeitszeit der Mitarbeiter während der Kurzarbeit reduziert. Das macht Sinn, weil auch viele Geschäfte und Restaurants in Hamburg geschlossen bleiben oder ihre Öffnungszeiten angepasst haben. Es muss also entschieden werden, welche Mitarbeiter während der Krise zu welchem Prozentsatz arbeiten werden.Müsstet ihr zum Beispiel noch 50 Prozent der normalen Arbeitszeit arbeiten, zahlt das Unternehmen weiterhin die Hälfte eures Gehalts aus. Bei den fehlenden 50 Prozent kommt das Kurzarbeitergeld ins Spiel. Wenn die Lücke in dem Beispiel bedeutet, dass ihr am Ende des Monats netto 800 Euro weniger erhaltet, zahlt der Staat einen Teil davon aus. Er übernimmt 60 Prozent der Differenz; wenn bereits ein Kind im Haushalt lebt sogar 67 Prozent. In unserem Beispiel wären es 480 Euro oder 536 Euro mit Kind, mit denen der Staat euer Gehalt bezuschussen würde. Ihr bekommt also unterm Strich von eurem Arbeitgeber 800 Euro plus 480 Euro beziehungsweise 536 Euro vom Staat, was insgesamt 1280 Euro oder 1336 Euro macht.Ihr würdet zwar weniger arbeiten, was sich natürlich auf euer Gehalt auswirkt. Der fehlende Betrag wird aber zu 60 beziehungsweise 67 Prozent vom Staat aufgefüllt. Mit diesem Tool könnt ihr genau berechnen, wie hoch euer Einkommen im Fall von Kurzarbeit wäre.Auf der Homepage der Haspa findet ihr noch weiterführende Informationen, die beispielsweise auch für Arbeitgeber relevant sind.

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