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Pool, Freibad
Unsplash/Etienne Girardet
Hamburg

Freibadsaison trotz Corona? Die Hamburger Bäder bereiten die Öffnung vor

Planschen im Kaifu & Co. trotz Kontaktverbot? Bäderland-Sprecher Michael Dietel hält es für möglich. Auch wenn sich der Saisonstart verschieben wird, laufen die Vorbereitung zur Öffnung. Wie das Vergnügen im kühlen Nass dann aussehen könnte, lest ihr hier.


Eis am Stiel, Pommes-Schranke, in der Sonne entspannen und ab und zu ein Sprung ins kühle Nass – was wäre der Sommer schon ohne die Besuche im Freibad? In Hamburger Tradition öffnet das Kaifu-Bad als erstes für die Saison. Eigentlich. Corona und Kontaktverbot könnten den Badespaß nun vereiteln. Doch Michael Dietel, Sprecher des Bäderlands, hält eine verspätete Öffnung der Bäder für möglich – unter strikten Hygienemaßnahmen.

Vor allem Umkleiden sind das Problem

Die Schwierigkeit besteht dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Sprich: Umkleiden, Duschen, Eingangs- und Kassenbereich. Natürlich muss auch an den nötigen Schutz für das Personal gedacht werden. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen, zu der auch das Bäderland Hamburg gehört, hat den Pandemieplan "Bäder" ausgearbeitet. Er enthält Regelungen zur Einhaltung von Abstands- und Hygienevorschriften.

Bäderland entwirft neue Nutzungskonzepte

Klar ist, dass sich weniger Besucher als beim normalen Betrieb zeitgleich im Bad aufhalten können. Das bedarf also Kontrolle. Gleichermaßen könnte nur eine geringe Zahl an Spinden zur Verfügung stehen, um auch in den Umkleiden den nötigen Abstand zwischen den Badegästen zu gewährleisten. Denkbar wäre laut Plan auch eine zeitliche Regelung zur Nutzung der Bäder nach Altersgruppen. So könnten Senioren den Vormittag über schwimmen, nachmittags würde das Becken dann jüngeren Badegästen und Familien mit Kindern zur Verfügung stehen. Die Vorbereitungsarbeiten laufen jedenfalls: Die Becken und Grünflächen werden nach der Winterpause wieder hübsch gemacht. Drei bis vier Wochen pro Bad dauert das Ganze – im Kaifu-Bad sind die Arbeiten schon fast abgeschlossen. Ob die Hamburger Freibäder aber wirklich öffnen dürfen, entscheidet letztendlich die Politik. Dietel befürchtet den Ausfall der Saison.

Keine Übertragung im Chlorwasser

Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass das Virus von Chlor vollständig abgetötet wird – über das Wasser also keine Ansteckungsgefahr besteht. Abstände sollten nach Möglichkeit trotzdem eingehalten werden. Bädern, die das Badewasser biologisch aufbereiten, fehlt diese Sicherheit. Diese Häuser müssen die Badegäste entsprechend auf das bestehende Infektionsrisiko hinweisen.

Und was ist eigentlich mit den Badeseen?

Wer meint, auf einen der Hamburger Badeseen ausweichen zu können, liegt leider falsch. Der Schwimmsport, zu dem auch das Badevergnügen zählt, ist zurzeit verboten. Dabei ist nicht relevant, wie viele Menschen an der Badestelle zusammenkommen – auch alleine dürft ihr sie gerade nicht nutzen. Michael Dietel vom Bäderland hofft auf eine baldige Lösung seitens der Politik. Er wünscht sich, Unfälle zu vermeiden, die entstehen, wenn in Seen und Flüssen ohne Aufsicht gebadet wird.

Sommer an Hamburgs Stränden

Auch wenn das Baden nicht erlaubt ist, entspannen lässt es sich an Hamburgs Stränden trotzdem ganz wunderbar. Dann gibt's eben mehr Eis. Der Sommer darf kommen!

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