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Billwerder Bucht
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Rothenburgsort

Das nächste "Hausboot"-Projekt? Fabio Haebel baut Öltanker um

Ist Bootsumbau jetzt das neue Hobby der Prominenz? Jedenfalls verkündete Fabio Haebel jüngst einen solchen Plan. Der Hamburger Starkoch will einen Öltank zum Schulschiff umfunktionieren.


Gerade erst Mitte Dreißig hat sich Fabio Haebel schon lange mit dem hæbel und der XO Seafoodbar, die zu den besten Restaurants in Hamburg zählt, einen Namen in der Gastro-Szene gemacht. Nicht lange nachdem das Hausboot von Fynn Kliemann und Olli Schulz endlich fertiggestellt ist (wer das Spektakel bisher verpasst hat, sollte sich die Netflix-Doku zum Hausboot zu Gemüte führen), steht also die nächste Renovierung eines schwimmenden Untersatzes an. "Ich konnte noch nie mit meinen Ideen hinterm Berg halten", ließ der Gastronom Anfang Mai auf seinen Instagram- und Facebook-Seiten die Bombe platzen. "PS.: Netflix hat leider abgelehnt, Fynn kam mir zuvor...", ergänzte er noch.

Öltanker soll zum nachhaltigen Schulschiff werden

Konkret geht es dabei um einen 32 Meter langen Tanker, der in der Billwerder Bucht (unweit dem Entenwerder1) liegt. "Jette" soll sich in ein Schulschiff verwandeln. Wenn ihr dabei jetzt an Schulranzen und Pausenbrot denkt – nicht diese Art Schule. Sondern eine sich selbst versorgende und inklusive (Aus-)Bildungsstätte für den Gastronomiebereich, aber auch Kindergärten, Schulen und alle "die Bock haben, einen grünen Ort im Hamburger Hafen zu schaffen". An Bord will Haebel Gemüse anbauen, Hühner halten, kompostieren, fermentieren und sogar Miso anbauen und Pilze in den alten Tanks züchten. Zukünftige Köche können hier während ihrer Ausbildung also noch einige Methoden erlernen. Kinder und Jugendliche können sich anschauen, wie man Hochbeete baut und pflegt. Das Konzept der Selbstversorgung beinhaltet außerdem eine Wasserfilteranlage, Solarzellen und einen Elektromotor, der dafür sorgen soll, dass "Jette" auf Hamburgs Wasserstraßen unterwegs sein kann.

Von allen für alle: Haebel setzt auf Unterstützung für das Projekt

Zur Realisierung des spektakulären Plans, der voraussichtlich 100.000 Euro verschlingen wird, soll ein eigener Verein gegründet sowie ein Crowdfunding gestartet werden. Außerdem suchen Haebel und sein Team nun helfende Hände – sei es in Handwerksdingen, in Planung, Projektleitung und Kommunikation oder die Bereitstellung von Baumaterial. Vor allem Holz für die große Terrasse wird benötigt. Für alle Belange könnt ihr euch unter tanker@haebel.hamburg melden. Vielleicht sollten sie sich da doch mal im Kliemannsland melden? Das Team hat schließlich Erfahrung.

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