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Grit Koalick
Altona

Entwicklungsgebiet Diebsteich: So könnte es hier bald aussehen

Schöne, neue Welt: Bis 2040 will die Stadt Hamburg das Entwicklungsgebiet um den Bahnhof Diebsteich in ein buntes Viertel mit Wohnen, Gewerbe, Sport und Kultur verwandeln.


Die Poststelle an der Kaltenkirchner Straße ist in Altona berüchtigt – besonders für die meterlange Schlange, die sich hier gerne mal vor dem Eingang bildet. Direkt hinter der Filiale des Grauens liegt ein riesiges Postgelände, einige der alten Gebäude stehen seit Langem leer. Diese ungenutzte Fläche soll allerdings bald ganz anders aussehen: Im Rahmen der Entwicklung des Gebiets rund um den zukünftigen Fernbahnhof Diebsteich plant die Stadt einige Neuerungen für das Postgelände und seine Nachbarn. In die Pläne eingeschlossen ist eine insgesamt 70 Hektar große Fläche, in deren Zentrum der Bahnhof Diebsteich liegt. Bis 2027 im ersten und anschließend bis 2040 im zweiten Planungsabschnitt will die Stadt das Gebiet in einen urbanen und vielfältigen Stadtteil mit einer bunten Mischung an Nutzung verwandeln. Außerdem betonen die Behörden, dass sie den industriellen Charme und damit auch die bestehende Baumasse so gut wie möglich erhalten wollen.

Diebsteich vereint Theater, Musik, Gewerbe und Sport

Konkrete Ideen gibt es bereits. So sollen auf dem teilweise brachliegenden Postgelände Kultur und Gewerbe vereint werden. Konkret bedeutet das: Handwerkerhöfe, eine Markthalle, Platz für Theater und Probebühnen, ein Hotel und experimentelle Wohnformen. Wenn ThyssenKrupp, die gerade noch nördlich der Waidmannstraße ansässig sind, wegziehen, wird auch hier Fläche frei. Im Mai wurde bereits bekannt, dass die Stadt an dieser Stelle eine neue Konzerthalle plant. In Planung sind außerdem ein neuer Sportpark, inklusive fünf Großspielfeldern, Indoor-Flächen und Platz für Beachvolleyball, Tennis und Streetball. Für Fußballfans eine besonders gute Nachricht: In einem schicken, neuen Regionalliga-Stadion soll auch der Verein Altona 93 ein neues Zuhause finden. Westlicher der Kieler Straße plant die Stadt einen Park zur Naherholung. Bestehende Wohnbereiche und den Friedhof Bahrenfeld wollen die Behörden schützen und erhalten.

So könnt ihr euch in die Entwicklung des Viertels einbringen

Die Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Ideen und Wünsche für die Gestaltung des Viertel bereits in mehreren Ideenwerkstätten einbringen. Seit dem 24. Juni liegt die Rahmenplanung außerdem zur öffentlichen Einsicht in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen aus. Wer also Anregungen, Bedenken oder anderes Feedback zu den Plänen hat, kann dort schriftlich Rückmeldung geben. Oder ganz digital: Bis zum 16. August können Einwohner der zuständigen Behörde auch über einen Online-Fragebogen Rückmeldung geben.
Infos: Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Neuenfelder Straße 119, 21109 Hamburg; Einsicht in ausgelegten Rahmenplanentwurf: 24. Juni bis 16. August 2019, Mo-Fr 9 bis 19 Uhr

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