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Superbüttel, Eimsbüttel, Verkehr
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Eimsbüttel

Eimsi wird Superbüttel: Alle Infos zu den neuen Stadtteilplänen

Grünflächen, Fahrradstraßen, Gemeinschaftsgärten und Spielplätze: Die Initiative Kurs Fahrradstadt will Eimsbüttel autofrei gestalten und findet bei den Bewohnern große Begeisterung.


Eimsbüttel ist mit seinem Weiher, seinen Alleen und Parks schon ein sehr grüner Stadtteil. Dennoch nehmen parkende Autos viel Lebensraum weg. Raum, der von den Anwohner wesentlich besser genutzt werden könnte, also von deren Autos, die bis zu 23 Stunden am Tag die Fläche blockieren. Autos nehmen fast zehneinhalb Mal mehr Fläche ein, als den Bewohnern an Grün- und Erholungsflächen zur Verfügung steht. Daher will die Initiative "Kurs Fahrradstadt" den Bezirk rund um die Rellingerstraße nun in ein fahrrad- und fußgängerfreundliches Superbüttel verwandeln.

Der Plan 

Der Plan sieht wie folgt aus: Die Rellingerstraße soll für den Durchgangsverkehr verboten werden, sodass eine Abkürzung unattraktiv oder nicht mehr möglich ist. Stattdessen werden die meisten Autos um das zukünftige Superbüttel herum geleitet. Durch Einbahnstraßen auf denen Tempo zehn herrscht ist dennoch jedes Haus mit einem Auto erreichbar. Zwischen Eimsbütteler Marktplatz und Lappenbergsallee sollen Straßenparks entstehen, die mit Bänken, Hochbeeten und Kinderspielplätzen versehen sind und so für ein attraktives Stadtbild sorgen.

Superbüttel Platz Lappenbergsallee
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Das Vorbild 

Die Initiatoren haben sich das Projekt in Barcelona abgeschaut. Hier gibt es bereits neun sogenannte Superblocks, in denen der öffentliche Raum in Grün-, Spiel- und Aufenthaltsflächen mit Bänken, Picknicktischen, Beeten, Bepflanzungen sowie Spielplätzen unterteilt ist. Sollte das Projekt in Eimsbüttel durchgesetzt werden, sehen Kai Ammer, Christine Stecker, Kai Zimmermann und Lars Zimmerman von der Initiative "Kurs Fahrradstadt" keinen Grund, warum es nicht auf Superaltona oder Superbarmbek geben sollte.

Die Anwohner 

Laut einer Umfrage in Eimsbüttel ist die Mehrheit der Anwohner für die Umgestaltung des Viertels. Rund 76 Prozent der 613 befragten Anwohner stimmten für das Projekt, darunter selbst zahlreiche Autobesitzer. 80 Haushalte gaben in der Umfrage sogar an, zukünftig komplett auf ihr Auto verzichten zu wollen. Bereits heute gibt es fast vier Mal so viele Fahrräder wie Autos. Bedenkt man, dass pro Parkplatz bis zu zwölf Fahrräder geparkt werden können, scheint die Umgestaltung des Viertels mehr als nötig.

Die Zukunft 

Nach den positiven Umfrage-Werten setzt die Initiative nun auf die Politik. Ohne Zustimmung des rot-grünen Senats kann die Planung nicht weitergehen. Zunächst wollen die Initiatoren durch kostengünstige und schnelle Wege große Veränderung herbeiführen: ein paar Schilder, etwas Farbe auf der Straße und an Kreuzungen etwas Topfpflanzen und Bänke sollen bereits für mehr Raum für Mensch und Pflanze sorgen.

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